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Mittwoch, 14. Mai 2014

Review: Teufel Raumfeld Connector²

Nach langem Überlegen habe ich mich nun endlich dazu durch gerungen eine ordentliche Streaming Lösung umzusetzen. Mein Ausgangspunkt war der Wunsch endlich auch in der Küche Musik zur Verfügung zu haben. Dort steht aktuell nur ein Radiowecker über den Radio läuft. Das ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss aber der Leidensdruck war nie groß genug um wirklich etwas daran zu ändern.

Von Anfang an war klar, dass ich auf meine Musiksammlung zugreifen möchte, die am Server abgelegt ist. Das ganze soll dann natürlich auch einen guten Klang haben, intuitiv und angenehm in der Bedienung sein und, soweit das überhaupt möglich ist, auch zukunftssicher sein.

Ich habe zuerst im Bereich der Kompaktanlagen gesucht und wurde nicht wirklich fündig. Es gibt zwar Unmengen die grundsätzlich die Anforderungen erfüllen aber sobald man etwas ordentliches haben möchte wo auch FLAC, Gapless Play usw geht, ist man schnell ein paar hundert Euro los und hat dann fast immer irgendwelche Apple Docking Stations mit gekauft. Brauche ich nicht, will ich nicht.

Nun gut also habe ich dann bei +Lautsprecher Teufel vorbei geschaut. Ich habe bereits meine Wohnzimmer Boxen von denen und bin damit absolut zufrieden! Teufel hat sich des Themas Streaming sinnvoll angenommen und das Raumfeld Multiroom Streaming System an den Start gebracht.

Die Grundidee ist, dass man in den Räumen einfach Boxen aufstellt, die den Verstärker eingebaut haben und sich per WLAN an die Musiksammlung anbinden bzw. Streams aus dem Netz empfangen. Kontrollieren kann man das Ganze dann über Apps für Android und auch iOS oder über einen eigenen, recht teuren, Controller. Nun ja, Telefon und Tablett liegen bei mir sowieso herum ;)

Als ersten Test habe ich nun den Raumfeld Controller² bestellt und in Betrieb genommen. Dieser ist die Verbindung zur vorhandenen Anlage im Wohnzimmer und fungiert auch gleich als Basis für den folgenden Multi-Room Setup. Ich dachte mir, das ist auf jeden Fall ein guter Einstiegspunkt denn das Musik streamen über meine WDTV Live ist ja auch nicht ideal. Dauernd den Fernseher einschalten und mit Fernbedienung durch die Listen navigieren nervt. Teufel bietet auch ein Rückgaberecht um das Equipment einfach mal zu testen und so ist der Schritt dann doch nicht so schwer. Klar, ganz billig ist das Raumfeld System nicht aber wenn es etwas ordentliches sein soll bin ich gerne bereit auch etwas dafür zu zahlen.

Raumfeld Connector² 

Der Connector (Amazon) ist ein wunderbar schlichtes Kästchen mit einem großen Button und den nötigen Anschlüssen auf der Rückseite. Es wird alles mitgeliefert was man für das Setup benötigt - vom Chinch- bis zum Netzwerkkabel. Das Netzwerkkabel braucht man nicht wirklich weil die Box natürlich per WLAN angebunden werden kann aber es geht nun mal nichts über Kupfer und ich habe ohnehin einen Switch bei der Anlage stehen.

Ich habe überlegt über den optischen Ausgang auf die Anlage zu gehen aber Teufel hat ja ordentlich D/A Wandler verbaut und die dürfen ruhig zum Zug kommen.

Setup

Die gesamte Einrichtung geht sehr flott von der Hand und sollte niemandem Probleme bereiten. Nachdem die Box verkabelt ist, installiert man die Raumfeld App, in meinem Fall aus dem Play Store, und folgt den Anweisungen. Für das initiale Pairing gibt es auf der Box hinten einen Taster und danach wird sie in der App sofort gefunden. Man gibt noch das WLAN Passwort an und schon kann man beginnen seine Musikquellen einzurichten.

Ich nutze Mediatomb als DLNA Streaming Service auf meinem Home Server aber man könnte auch einfach die Netzwerkfreigabe einhängen. Der erste Abgleich dauert, je nach Sammlungsgröße, ein wenig aber das war ja zu erwarten. Nach dem Scan kann man schon loslegen und in der wirklich gut gelungenen App Musik auswählen.


Die Musik wird dabei direkt über das Netzwerk geholt und nicht über das Tablet/Handy geschleust - die App fungiert nur als Controller. Es gibt natürlich auch Playlisten und Shuffle Modi die auch die Voreinstellungen für die meistgehörten Interpreten bieten.
Man kann natürlich auch direkt vom Tablet oder Handy streamen so man das den möchte. Auf meinen Geräten liegt keine Musik die nicht auch am Server wäre und damit ist das für mich irrelevant. Trotzdem ist es gut das zu können - so können auch Gäste zur Musikauswahl beitragen ;)

Über dem Lautstärkeregler in der App findet sich die Auswahl der Wiedergabegeräte und darüber steuert man dann auch an wo man was hören will oder ob auf allen Ausgabegeräten das selbe gespielt werden soll. Dazu kann ich aktuell leider noch nichts sagen den der Connector ist, wie gesagt, mein erstes Gerät.

Das reichhaltige Angebot an Internetradios ist über TuneIn, die App kennt man ja, angebunden und ist ebenso nur einen Touch entfernt. Meine üblichen Streams starten am Connector deutlich flotter als auf der WDTV.

Klang & Bedienung

Das Wichtigste ist natürlich der Klang und hier muss ich sagen, dass die Wiedergabe der selben Datei, nach meinem Gefühl, deutlich besser klingt als zuvor über den WDTV. Das ist sicher subjektiv aber es klingt etwas sauberer. Hat man keine ordentlichen MP3s oder FLACs so ist das natürlich irrelevant aber dann würde ich auch davon abraten ernsthaft Geld für eine Stereoanlage oder Streaminglösung auszugeben.

Die Bedienung über die App funktioniert wirklich sehr angenehm und intuitiv. Ich hatte etwas Angst wie Raumfeld mit mehreren Controllern umgehen wird - also mehrere User am Tablet und auch am Telefon. Ich war sehr positiv überrascht denn es gibt überhaupt keine Problem. Dadurch, dass alles über die Box gehandelt wird und die App nur das User Interface dazu ist, ist es auch egal mit welchem Gerät man gerade verbindet. Man erhält sofort die volle Sammlung und aktuelle Wiedergabe angezeigt. Einziger Unterschied wären die lokalen Quellen am Tablet oder Telefon welche bei mir aber weg fallen. Das ist wirklich schön gelöst.

Die App verbindet sich bisher absolut zuverlässig und schnell. In einigen Reviews liest man gerade hier von Schwächen die ich aber, zumindest bis jetzt, nicht bestätigen kann. Kann natürlich sein, dass die durch meine Anbindung per Netzwerkkabel verschwinden und ich vergebe auch eine statische IP über den Router womit die Anbindung jederzeit sauber funktioniert. Über WLAN, gerade bei schlechter Verbindung, kann ich mir da, zumindest theoretisch, diverse Probleme vorstellen.

Fazit

Dieser erste Test, in zugegeben kleinem Umfang, hat mich bisher völlig überzeugt. Genau so muss Streaming funktionieren! Man kann sicher auch billiger eine Streaminglösung bekommen aber das Raumfeld System funktioniert intuitiv und sowohl Verarbeitung als auch der Klang sind Spitze.

Ich werde die nächsten Tage noch etwas weiter damit herumspielen und Musik genießen aber ich bin jetzt schon sehr sicher, dass ich zeitnahe die Raumfeld One Box für die Küche bestellen werde. Ich kann in der Küche leider, aus Platzgründen, nicht 2 Boxen ordentlich anbringen und so ist diese eine Box eine gute Alternative. Was mir auch sehr gefällt sind die Buttons über die man vordefinierte Quellen direkt aufrufen kann. 


Nachtrag 1:
Ha jetzt sind es doch die Cubes geworden. Der Raumfeld One ist gerade nicht lieferbar und wirklicher Stereo Klang ist ja doch was feines. Irgendwie bekomme ich die Cubes schon im Zimmer montiert :)

Nachtrag 2:
Hier mein Review zu den Raumfeld Cubes

Freitag, 14. März 2014

Post scannt Ausweise

Ich bin ja ein großer Freund des online Bestellens. Anbieter wie Amazon liefern mir ganz einfach genau das was ich will völlig unkompliziert und sicher nach Hause. Ich gehe schon auch lokal einkaufen aber bei vielen Dingen ist das einfach nur anstrengend. Gerade wenn man etwas spezielleres haben möchte hört man meist "können wir ihnen bestellen" ... tja das kann ich selber auch, dafür brauche ich nicht euren Aufschlag mit zu bezahlen!

Mein Hauptladen ist dabei ganz klar Amazon und die verschicken alles über die +Österreichische Post AG.
Bisher war mir das immer absolut recht denn sie sind schnell, zuverlässig und wenn man nicht zuhause ist, was meist der Fall ist, so ist mein Postamt recht nahe. Also heim kommen, Zettel aus dem Briefkasten holen und schnell das Paket abholen.

Bisher war es so, dass am Postamt dann immer wieder mal der Ausweis herzuzeigen ist damit die das Paket nicht irgend jemandem geben. Empfinde ich als übertrieben da ich ja den Zettel habe aber ich verstehe, dass sie es irgendwie bestätigen müssen.

Seit neuestem ist es aber so, dass die dort meinen Führerschein einscannen wollen! Die wollen tatsächlich eine Kopie meines Ausweises nur weil ich ein Paket abhole! Wenn es ein RSA Brief ist, dann kann ich das ja noch irgendwie verstehen aber bei einem Paket sicher nicht.

Diese Daten sind natürlich für die Post interessant denn die liefern nicht nur Post aus, sondern verkaufen auch Information an Werber. Siehe dazu den Artikel der Arge Daten. Der Artikel bestätigt meine Vermutung, dass die ihr Profil zu den einzelnen Empfängern aufwerten wollen und das geht natürlich toll wenn man amtliche Ausweisdaten hat! Damit verkauft man dann wirklich verifizierte Identitäten und bekommt gleich noch eine Daten wie welchen Führerschein Typ man hat, ein Bild, Geburtsdatum usw.

Diese Informationen sind jetzt zwar sicher nicht geheim aber ich sehe absolut nicht ein warum ich diese der Post zugänglich machen sollte! Ich bin jetzt zwar sicher kein fanatischer Datenschützer oder sehr knauserig mit meinen Daten aber beim Ausweis beginnen bei mir sämtliche Alarmglocken zu schrillen.

Ich habe natürlich gleich mal bei der Post angefragt was das soll und ich möchte die Antwort hier vollständig beilegen damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.

Wie Sie selbst sicher schon einmal gesehen haben, haben unsere MitarbeiterInnen bei der Abholung von eingeschriebenen Briefen, EMS-Sendungen und Paketen bis jetzt Ihre Ausweisdaten händisch notiert. Um Wartezeiten zu verkürzen und schneller agieren zu können, haben wir versucht dies zu vereinfachen und uns zur Scannung der Ausweise entschieden.Dabei erfassen wir dieselben Daten, die wir bis jetzt händisch notiert haben: Name, Ausweisart, Ausweis-Nummer, Ausstellungsbehörde und Geburtsdatum (falls vorhanden). Überprüfen können Sie das auf dem Display des Unterschriftenpads – neben dem Unterschriftenfeld sehen Sie, welche Daten wir vorgemerkt haben. 
Versichern möchten wir, dass diese Daten ausschließlich gespeichert werden, um die rechtmäßige Übergabe einer Sendung zu dokumentieren. Deshalb speichern wir die Daten auch nur, im Rahmen unserer Haftungs- und Nachforschungsfristen eine Reklamation nach einer vermissten Sendung einzureichen – für die Dauer von bis zu sechs Monaten. 
Nach endgültigem Abschluss des Zustellvorganges (längstens sechs Monaten) löschen wir also Ihre Daten, die für die Dauer der Nachforschungsfrist auf speziell gesicherten Servern im Rechenzentrum des Unternehmens gespeichert werden. Die Österreichische Post AG handelt selbstverständlich im Einklang mit den betreffenden Bestimmungen des Datenschutzgesetzes. 
Außerdem bestätigen wir hiermit gerne, dass wir Ihre Daten auf keinen Fall für etwas anderes als zur Dokumentation der Übergabe verwenden und sie NICHT an Dritte weitergeben. 
Nun ja - die übliche Handhabe bisher war, dass man kurz den Ausweis geprüft hat aber nur sehr selten irgend etwas abgeschrieben wurde. Diese Informationen sind ja auch unerheblich für die Zustellung des Pakets!

Grundsätzlich ist die Argumentation auch für mich nachvollziehbar denn wenn man wirklich alles händisch aufschreiben würde, dann wäre das echt einiges an Arbeit. Ich hätte aber auch da bereits ein Problem weil sie das nichts angeht. Der Scan ist aber nochmal eine ganz andere Liga und das alles wird elektronisch gespeichert.

In einer Zeit nach Snowden wissen wir alle, dass diese Daten nicht sicher sind. Nun ja eigentlich wusste man es schon vorher aber nun ist es bestätigt. Der Punkt hier ist, dass Ausweisdaten jedes Postkunden - also mal so grob 80% der Bevölkerung - auf den Servern der Post liegen. Also in meinen Augen ist das ein primäres Angriffsziel und ich traue der Post nicht zu sich ausreichend gegen groß angelegte Einbrüche in ihr System wehren zu können. Die Liste der Firmen die Unmengen an Daten verloren haben ist unheimlich lange und da sind technisch deutlich versiertere dabei als die Post. Kurz gesagt ich traue ihnen nicht zu solche Daten ausreichend schützen zu können.

Mein Hauptansatzpunkt ist aber, dass diese Daten nicht benötigt werden. Wenn ich mir das Zeug in die Firma schicken lasse oder arbeitslos bin , dann bekommen sie gar nichts davon. Ich sehe hier also deutlich eine Ausrichtung der Datensammlung auf die erwerbstätige Bevölkerung. Die Option mit in die Firma schicken lassen hat ja auch nicht jeder! Diese Informationen sind natürlich für den Adressenhandel unheimlich interessant auch wenn sie sagen die Daten gehen nicht an Dritte weiter. Diese Formulierung ist so schwammig, dass man damit trotzdem noch so ziemlich alles tun kann ohne zu lügen - ist nur eine Frage der Interpretation.

Für mich bedeutet das erst mal, dass ich Pakete in die Firma schicken lasse und überall wo es nur geht andere Versanddienstleister nutze. Die Zeiten wo die Post die einzige Option war, sind ja zum Glück vorbei.

Ich persönlich werde dennoch alles versuchen sie zu überzeugen das bleiben zu lassen. Umso mehr Leute sich beschweren umso besser also schreibt ihnen mal ein nettes Mail wenn ihr so denkt wie ich: Kontaktformular Da gibt es sogar einen Punkt Datenschutz ;)

In Deutschland wurden die Ausweiskopien ja bereits verboten (z.B. hier nachlesen).



Samstag, 4. Januar 2014

Parrot Zik - Review

Nachdem meine Sennheiser M400 eingegangen sind, brauchte ich neue Kopfhörer. Bisher war immer Sennheiser meine Wahl aber nachdem die M400 schon bei mehreren Leuten mit genau dem gleichen Fehler nach etwa 2 Jahren eingegangen sind, wollte ich nicht wieder Geld für ein Produkt mit befristeter Lebenszeit kaufen.

Entschieden habe ich mich dann für die Parrot Zik (Amazon)


Zugegeben, billig sind sie nicht gerade aber wenn man sie mal am Kopf hatte gibt man sie nicht mehr her!

Der Zik ist ein Bluetooth Kopfhörer aber es gibt auch 3,5 Klinke Kabel um weiter zu hören wenn der Akku leer ist. Dabei ist er aber natürlich nur noch ein passiv Kopfhörer. Wenn er über Bluetooth läuft kommt noch ein sehr guter DSP und active Noise Reduction dazu. 

Die Bedienung ist genial. Man hat keine Knöpfe um lauter oder weiter zu schalten, man wischt einfach über den rechten Hörer. Gestensteuerung im Kopfhörer ... wirklich nett. Nimmt man die Kopfhörer vom Ohr wird die Musik automatisch pausiert und spielt weiter sobald man sie aufsetzt.

Mit einer App kann man den gesamten Kopfhörer fein-tunen. Die App gibt es für Android und iOS. Man bekommt damit den Akkustand, kann den Equilizer im Kopfhörer bedienen, Noice Cancelation abdrehen und den Raumklang anpassen. Man kann über die App und die Bluetooth Verbindung vom Telefon aus sogar ein Firmware Upgrade der Kopfhörer machen. Klingt komisch auf einem Kopfhörer ein Firmware Update zu machen aber der Zik tut eben schon ziemlich einiges über die Software und da macht das absolut Sinn. Bei mir war beim 1. Verbinden gleich die Meldung über das Firmware Update da :)

Das Verbinden geht mit dem Nexus 4 über NFC. Man legt nur das Telefon an den Kopfhörer und schon wird er verbunden. Man kann natürlich auch manuell Verbinden aber wenn NFC geht ist das schon nett.
Hier gibt es ein kleines Mako. Der Zik lässt sich nur mit einem Gerät pairen. Ist für mich völlig unproblematisch aber man sollte es dennoch erwähnen.

Soviel mal zur Technik - mehr technische Details findet ihr auf der Seite von Parrot.

Nun kommen wir zum wichtigen Teil - wie klingt er?
Durch die vielen Optionen kann man den Parrot Zik sehr stark anpassen um den für sich gewünschten Sound zu bekommen. Das ist natürlich gar nicht so einfach denn unterschiedliche Genres benötigen eigentlich unterschiedliche Settings. Worauf ich hinaus will ist, dass der Klang so gut ist, dass man jede kleine Veränderung hört. Ein schlechtes MP3 kann man natürlich auch mit den besten Settings nicht gut machen denn die Kopfhörer decken das sofort auf. Hat man gute Quellen so ist es ein Vergnügen.

Ich muss hier aber auch sagen, dass ein HIFI Kopfhörer für zuhause um den Preis dann trotzdem noch feiner. Für einen kabellosen Kopfhörer sind sie aber, meiner Meinung nach, Spitze oder zumindest sehr sehr weit oben angesiedelt.

Die Zik sind meine ersten eigenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation. Ich habe schon ein paar Mal günstigere Modelle ausprobiert aber die Wirkung war doch recht eingeschränkt. Mit den Zik ist das ein ganz neues Erlebnis. Die Kopfhörer sind ohnehin auch passiv schon gut gedämmt aber sobald man beim Musikhören ANC aktiviert, hört man außer der Musik einfach nichts mehr. Bei Sprechtest mit meiner Freundin bei Zimmerlautstärke war es fast witzig. Man sieht die Lippen bewegen aber hört absolut nichts :D Wenn man Öffis benutzt ist das einfach nur Hammer! Ruhe und Frieden am Morgen.

Die Schallisolation nach außen ist auch gut. Bei normaler Lautstärke hört man nichts nach außen, dreht man lauter so muss man zumindest nahe dran sein um etwas zu hören. Ich habe schon geschlossene Kopfhörer gehört die hier deutlich schlechter abschnitten.

Der Tragekomfort ist trotz der Größe sehr gut. Man spürt schon, dass man sie trägt aber sie schauen schwerer aus als sie wirklich sind. Auf den Ohren drückt nichts und auch wenn man eine Brille hat, werden einem die Bügel nicht in den Kopf gepresst. Für den normalen Gebrauch halten sie auf jeden Fall gut genug am Kopf, vermutlich auch noch beim Laufen.
Der Bügel ist eigentlich recht gut und auch weich gepolstert, dennoch kommt er mir am Kopf etwas hart vor. Das Kann an meiner Kopfform liegen aber das ist mein einziger Kritikpunkt. Das kann man besser machen aber da war dann wohl auch der Design Faktor mit im Spiel.


Für mich sind die Parrot Zik eine neue Liga. Die Sennheiser waren gut, solange sie gingen, aber der Parrot ist doch noch mal um ein gutes Stück besser. Klanglich ist er spitze und was die Bedienung angeht wegweisend. Für mich ist er damit den Preis absolut wert und ich würde ihn wieder kaufen.

Nachtrag nach etwa einem Monat Nutzung

Man glaubt kaum wie schnell man sich an Noise Cancellation gewöhnt. Man geht auf der Straße und nimmt mal kurz die Kopfhörer ab - wow ist die Welt laut :D Man bekommt das gar nicht mehr wirklich mit. Es ist jetzt nicht so, dass man gar nichts mehr hört. Wenn ich an der Bushaltestelle stehe, höre ich schon die Autos aber eben sehr gedämpft und es geht um eine Haupteinfahrsstraße nach Linz. Früher habe ich die Musik lauter gedreht aber das ist mit den Zik nicht mehr nötig.

Ich bin mittlerweile ein paar mal auch länger Strecken mit den Zik unterwegs gewesen (Zug) und man spürt sie eigentlich fast nicht. Das Gewicht fällt recht schnell nicht mehr auf und nachdem die Polster am Ohr wirklich angenehm sind, vergisst man darauf. Die Polsterung am Bügel fällt, wenn man mal die richtige Einstellung gefunden hat, auch nicht mehr negativ auf.

Die Akkulaufzeit ist grundsätzlich für mich ausreichend und ich komme für meinen Weg von und zur Arbeit eine Woche aus, fahre ich zwischendurch aber mal weg, muss ich laden. Also völlig ausreichend aber nicht überragend. Wenn man Noise Cancellation abdreht, würden sie länger halten aber der Klang ist mit doch noch mal besser.

Mein Fazit bleibt aufrecht ... die Dinger sind Hammer!

Montag, 12. August 2013

Review: Samsung NaviBot SR8980

Ich habe mir vor kurzem den Samsung NaviBot SR8980 zugelegt und möchte meine Erfahrungen mit dem Gerät nicht für mich behalten.

Ich habe schon einige Male über einen Staubsaugrobotter nachgedacht aber dann doch immer darauf verzichtet. Sobald einer gut geklungen hat, war er gleich mal in einer Preisdimension die völlig jenseits war. Zugegeben, auch dieser wird mit seinen ~500€ für sehr viele Leute über der Schmerzgrenze liegen aber ich wollte einfach nicht mehr staubsaugen und, noch wichtiger, ich wollte ihn einfach probieren. Ein Arbeitskollege hat sich das selbe Modell zugelegt und hat eigentlich sehr viel Gutes berichtet womit ich zu dem Punkt gekommen bin, dass ich es auch probiere.


Der Bot
Der Navibot SR8980 versucht sich an der Decke zu orientieren und so Bahnen zu planen in denen er den Raum abfährt. Das schafft er auch mit Dachschrägen sehr zuverlässig und ein zufälliges Herumfahren sieht man eigentlich überhaupt nicht.
Mit seinen 8 Zentimetern Höhe ist er doch relativ flach aber nachdem meine Möbel eigentlich alle bis zum Boden reichen oder nur 1-2cm Freiraum lassen ist das bei mir eher unerheblich.
Die Bürsten rechts und links schieben Staub in die Mitte damit er ihn mit der Bürste aufnehmen kann. Speziell in den Ecken ist das natürlich Gold wert.
Die Saugkraft ist natürlich nicht mit einem normalen Staubsauger vergleichbar. Er arbeitet generell mit einer drehenden Bürste und saugt auch etwas aber ein 1kW Motor kann natürlich deutlich mehr als der Kleine.


Sein Arbeitsumfeld
Meine Wohnung ist nicht gerade einfaches Gebiet für den Bot. Es ist recht verwinkelt und ich habe einen Langhaarkater. Stehen tut er bei mir im Schlafzimmer und er muss dann die gesamte Wohnung erwischen wobei der Kater gerne etwas Katzenstreu verteilt und sich Haarbüschel zusammenfinden. Ich würde sagen meine Wohnung ist sicher nicht als besonders leer oder einfaches Umfeld anzusehen.

Pro und Kontra
Ich bin recht happy mit dem Bot auch wenn es natürlich ein paar Kleinigkeiten gibt bei denen ich nicht 100% zufrieden bin.  Ich denke in einer Punkteliste geht das am besten.

Pro

  •  Er arbeitet recht flott - für meine 70m² braucht er etwa eine halbe Stunde und ist dabei auch durchaus gründlich. 
  • Die Absaugstation leistet gute Arbeit und die Reinigung des Bots funktioniert sehr gut. 
  • Der Akku würde meine Wohnung wohl 2* aushalten und auch der Staubbehälter ist groß genug damit er nicht zwischendurch eine Pause machen müsste.
  • Er bleibt, ein wenig Vorarbeit vorausgesetzt, nirgends hängen oder ruft um Hilfe.
Kontra
  • Im Vorderrad drehen sich immer wieder Katzenhaare ein die man manuell entfernen muss.
  • Manchmal bleiben Wollmäuse liegen was aber auch in der Beschreibung steht. 
  • Gelegentlich bleibt ein Bereich übrig der nicht abgefahren wurde.

Die Kontra-punkte möchte ich etwas genauer ansprechen denn das sind wohl die interessantesten.
Das Thema mit dem Vorderrad und den Katzenhaaren ist etwas lästig aber kein Beinbruch. Gerade die langen Haare sind eben ein Problem und ein drehendes Teil an einer dünnen Achse ist genau darauf anfällig. Ich reinige das üblicherweise mit einer spitzen Schere was relativ einfach funktioniert. Vermutlich bekommt man das Rad auch aus der Halterung aber mit zu viel Gewalt wollte ich nicht an die Sache gehen.

Die Wollmäuse bzw. Haarbüschel scheinen sich an den Rädern zu sammeln und wenn dann genug zusammen kommt oder eine Richtungswechsel ansteht, verliert er das. Ist für mich kein Drama da das nicht oft passiert sondern in einem gesamten Wohnungsdurchlauf 1-2 mal. Das hebt man dann einfach auf und gut ist.

Das mit den Bahnen die er nicht ganz abfährt ist schon etwas unangenehmer und klar auf die Software zurück zu führen. Das tritt dann auf wenn in der Bahn ein Gegenstand genau parallel zur geplanten Bahn steht und nicht gerade dick ist. In meinem Fall ist es mein Couchtisch der rechts und links im Endeffekt eine Platte mit etwa 5 cm Dicke darstellt. Je nachdem wie er den erwischt bleibt auf einer der beiden Seiten ein Bereich über den er nicht noch einmal abfährt. Eine Seite ist dabei kein Problem weil er sich in eine Seite um das Hindernis herum tastet aber dann seine Bahn hält wenn er auf der anderen Seite vorbei fährt. Ist nicht sehr tragisch weil er eh nicht wirklich 2 mal in exakt dem selben Winkel kommt aber es fällt einfach als Schwachpunkt auf.

Vorarbeiten

Ich musste in der Wohnung ein paar Kleinigkeiten anpassen damit er seinen Dienst ordentlich verrichten kann. Ich sehe das allerdings nicht als negativ an weil er eben kein Mensch, sondern ein relativ dummes Ding ist das sich anhand von ein paar Sensoren orientiert und dabei auch noch sauber machen muss.
Ich hatte zuvor meine Topfpalmen einfach am Boden stehen, nun stehen sie auf einem selber gebauten 10 cm hohen Regal. Es war vorher kein Problem aber damit kommt er eben auch zwischen oder besser gesagt unter die Blumentöpfe. Ich musste auch bei ein paar Heizkörpern etwas in die Trickkiste greifen da die ziemlich genau so hoch sind wie der Bot. Er passt gerade mal so darunter und zerkratzt sich dabei - theoretisch könnte man es lassen aber etwas Karton unten dran und das Thema ist gelöst.
Gerade Kabel sind sehr problematisch aber das war nur unterm Schreibtisch ein Problem - alle anderen Kabel sind bei mir sauber hinter den Sesselleisten verlegt.
Zwischen meiner Küche und meinem Vorzimmer gibt es einen Höhenunterschied von etwa 2.5cm und das schaffte er so nicht. Lösung war eine kleine Rampe die ich aus Hartschaumplatten zusammen gebastelt habe und die diese Steigung auf etwa 20cm Länge verteilt - das genügt.

Mein Durchlauf
Ich lasse ihn aktuell nicht automatisch fahren während ich nicht zuhause bin sondern mache ihm Platz. Hintergrund ist hauptsächlich das Katzenspielzeug und die Wasser-/Futterschüsseln. Wenn er an die Wasserschüsseln stößt hätte das Potential um ihn wirklich nass zu machen und das bekommt ihm sicher nicht gut. Außerdem würden einige Bereiche nicht ordentlich erreicht weil der Spieltunnel den Weg blockiert oder sonst irgendwas in der Art.
Bevor ich den Lauf starte räume ich also zuerst etwas zusammen und stelle auch noch die Sessel in der Küche auf den Tisch. Die Sessel müssten nicht unbedingt sein aber es macht dem Bot die Arbeit leichter und für mich ist es nur minimaler Aufwand. Ab dann lege ich die Füße hoch und lasse ihn arbeiten :)

Fazit
Perfekt ist er nicht aber er kann einem viel Arbeit abnehmen.

Wer sich einfach nur das Ding kaufen will und dann denkt das wars und ab sofort ist alles perfekt sauber, der muss wohl noch auf wirkliche Androiden warten die dann den Staubsauger für einen bedienen. Aufgrund der Bauart und den Vorgaben der Technik kann er nun mal nicht alles - z.B. saugen wie der übliche Staubsauger. Der Akku wäre dabei wohl in wenigen Minuten leer und dann hat man erst recht nichts gewonnen.

Ich kann den Bot ohne Gewissenbisse jedem empfehlen der bereit ist auch etwas dafür zu tun, dass er funktioniert. Klar man muss seine Kabel verstauen usw. aber dafür reduziert sich das Staubsaugen auf .... hmmm seit ich ihn habe noch nie aber ich schätze alle 1-2 Monate wird wohl trotzdem nötig sein. Das ist es mir auf jeden Fall Wert denn mit dem Kater müsste ich sonst alle 2 Tage Staubsaugen um es so sauber zu haben. Die Technik ist meiner Meinung nach definitiv an dem Punkt wo man sie getrost einsetzen kann.


Dienstag, 16. April 2013

Mein Rasierklingen Test

Ich nutze nun seit etwa einem Jahr einen Rasierhobel und habe mittlerweile auch einige Rasierklingen durchprobiert. Die Wahl der Rasierklinge ist finde ich sehr subjektiv denn eine Klinge die oft empfohlen wird ist bei mir der absolut letzte Platz. Ich rasiere mich alle 2-3 Tage und mache dabei 2-4 Durchgänge abhängig von der Zeit die ich habe und wie sich die Rasur anfühlt. Ich verwende Preshave, eine klassische Rasierseife mit Pinsel und hinterher ein Aftershave.

Meine Selektion besteht aus diesen 4 Klingen:


Meine ersten Klingen die ich versucht habe waren die Merkur weil die immer wieder empfohlen werden - so auch in einem Rasierladen hier in Linz. Anfangs habe ich sie als recht gut empfunden aber heute sind sie definitiv meine letzte Wahl aus dieser Auswahl. Die Schärfe kann schon bei der ersten Rasur nicht mit den anderen Klingen mithalten und damit ist auch egal ob die Schärfe erhalten bleibt denn sie reißt von Anfang an. Auch bei nur 2 Durchgängen habe ich Hautirritationen und das sollte so nicht sein.

Die Rotbart habe ich mal irgendwo mit bestellt und habe nicht viel erwartet. Ich hatte anfangs nicht das Gefühl, dass diese Klingen sehr toll wären aber nachdem ich immer wieder abwechsle muss ich sagen diese Klingen sind absolut in Ordnung bis gut. 2 Durchgänge genügen hier üblicherweise und sie halten auch durchaus eine Weile. Nicht meine erste Wahl aber damit macht man sicher nichts falsch.

Die Voskhod habe ich bei einer Bestellung bei Tonsus, wo ich auch sonst alles für die Rasur einkaufe, als Probepaket mit bekommen. Sie sind anfangs sehr scharf und ein Reißen gibt es absolut nicht. Mein einziger Kritikpunkt bei diesen Klingen ist, dass sie relativ schnell stumpf werden. Wer sowieso öfters die Klinge wechselt ist hier sehr gut aufgehoben - sie sind auch reichlich günstig zu haben ;).

Meine Nummer eins ist klar die Klinge von Feather. Das ist mein Standard geworden und ich kenne bisher nichts was diese Klinge schlägt. Sie ist unheimlich scharf und das Rasieren ist eine Freude. Die Schärfe bleibt auch sehr lange erhalten und erst nach 10 Rasuren habe ich das Gefühl auf dem Niveau der Merkur angelangt zu sein!




Es kommt natürlich stark auf den individuellen Bartwuchs an welche Klinge einem liegt also kann ich hier nur meine Meinung zum Besten geben. Am besten einfach einige Klingen testen und das auch mehrmals dann wird man sicher seine Marke finden.


Ich mache gleich noch etwas Werbung für Tonsus - einfach weil das Sortiment genial ist und sowohl Service als auch Lieferung perfekt funktioniert (die Feather hatten sie anfangs nicht im Sotiment - eine Nachfrage und da sind sie!) http://www.tonsus.at/rasur/rasierklingen


Sonntag, 3. Juni 2012

Parov Stelar @ Tabakfabrik Linz

Das Konzert gestern war absolut Hammer!

Die Tabakfabrik als Open Air Location ist Hammer und Parov Stelar haben das Haus gerockt! Die Leute sind super mitgegangen und dementsprechend war auch die Stimmung.

Ein Time Lapse vom Veranstalter:


Wer die Chance hat Parov Stelar Live zu sehen sollte diese UNBEDINGT nutzen!

Samstag, 19. Mai 2012

Nassrasur Update

Nach knapp 1 Woche möchte ich noch mal ein kleines Statusupdate geben.

Ich rasiere mich weiterhin täglich mit dem Hobel und mittlerweile bekomme ich ein Gesicht glatt wie ein Babypopo hin ;) Unter 10min kommen ich zwar nicht wenn ich mich gründlich rasiere aber ist ja auch egal - immerhin ist es angenehm.

Die letzten Tage habe ich etwas mit meinen alten vorhandenen After Shaves herumexperimentiert. Das war einmal ein Nivea Balsam und ein Yves Rocher Balsam. Früher mit den Systemrasierern sind mir die nicht unangenehm aufgefallen aber mit dem Hobel sind sie einfach unangenehm und ewig lang fettig auf der Haut. Da muss was besseres her!

Ein Preshave wollte ich auch testen aber bei meinem Bipa oder DM gibt es sowas nicht. Irgendwo habe ich gelesen Nivea Creme geht. Kann ich grundsätzlich bestätigen aber da hat man dann die Reste am Pinsel der eher wasserabweisend wird - no go - also auch hier hätte ich gerne was anderes.

Ich bin dann bei www.tonsus.at gelandet. Die wirklichen Billigprodukte gibt es dort nicht aber "das gute Zeug" ;) Ich habe mich für Musgo Real entschieden und habe Aftershave, Preshave und auch gleich noch Seife bestellt (http://www.tonsus.at/marken/musgo-real).

Heute von der Post geholt und natürlich gleich mal getestet. Kein Vergleich zu allem was ich zuvor hatte! Das Preshave macht die Rasur noch sanfter und das Aftershave ist super auf der Haut und hat einen sehr angenehmen klassisch männlichen Duft. (Meine Freundin ist sehr angetan davon).

Billig ist das nicht unbedingt aber das ist mir mein Wohlbefinden absolut wert.



So genug dazu jetzt widme ich mich mal dem Austesten von Retroshare. Ich werde berichten...

Montag, 14. Mai 2012

Rasur mit Rasier-hobel

Nun zu etwas ganz Anderem :D

In letzter Zeit ist in mir der Ärger über meinen Elektro-Rasierer aufgekommen. An sich war ich anfangs sehr glücklich damit da mich zum einen das dauernde teuer Rasierklingen kaufen für den Fusion (oder was auch immer gerade aktuell ist) auf die Nerven gegangen ist. Halten nicht wirklich lange sind aber dafür reichlich teuer. Wenn es nur das gewesen wäre wärs mir vermutlich noch egal gewesen aber das in Kombination mit immer wieder gereizter Haut war dann doch zu viel.

Der Elektro ist eigentlich ein recht feines Gerät, nass und trocken zu verwenden, ewig haltender Akku und auch relativ leise. Mein Problem damit ist, dass es ewig dauert um wirklich eine gründliche Rasur hin zu bekommen und dann ist die Haut auch wieder gereizt. Wenns schnell gehen soll ist er trotzdem nicht übel weil immer perfekt rasiert muss ja auch nicht sein ... man redet es sich dann einfach schön.

Vor kurzem bin ich dann irgendwo - fragt mich bitte nicht wo - über einen Kommentar zu diesem Thema gestoßen mit dem Verweis auf die klassischen 1 Klingen Rasier-hobel. Meine Neugier war geweckt und ich habe mal etwas zu suchen angefangen. Youtube gibt ziemlich einiges her (Suche nach Safety Razor) und im http://forum.nassrasur.com/ findet man dann gleich noch viel mehr wenn man denn gewillt ist sich zu informieren.

Ok das probiere ich doch aus, mein "Zeug Budget" hat auch noch Luft also ab zu Amazon und mal schauen was man findet. Man findet durchaus einiges und auch preislich in akzeptablen Bahnen also mal den Standard Hobel Merkur C38 (C34 mit längerem Griff), einen Fantasia Dachs Pinsel und Rasierseife bestellt. Dazu noch einen vorhandenen etwas größeren Kaffeebecher für die Seife zweckentfremdet und fertig ist mein neues Rasier-Set!
Achja Klingen braucht man natürlich auch - 10 Stk gibts in der Gegend unter bis um die  5€ je nach Qualität.


Heute war es dann soweit und ich habe die erste Rasur versucht. Gerechnet habe ich eigentlich damit mir das Gesicht ordentlich zu verstümmeln aber wenn man etwas aufpasst und sich informiert wie man sich mit so einem Rasierer rasiert geht es erstaunlich einfach auch schon beim 1. Versuch.  Ich habe jetzt mal die eine Merkur Klinge verwendet die beim Rasierer dabei war und habe noch ein Päckchen Rotbart Extra dünn.

Also mit warmem Wasser ordentlich das Gesicht waschen (nicht nur kurz im Vorbeigehen sondern wirklich einweichen!), mit dem Pinsel Seife aus dem Becher aufnehmen und solange mit kreisenden Bewegungen im Gesicht verrühren bis man einen schönen Schaum hat. Bis hier absolut kein Problem und dauert auch nicht wirklich lange!

Jetzt wird es spannend - das erste mal nur eine Rasierklinge ans Gesicht halten - Ehrfurcht! Ok, gerade ansetzen, bis zum passenden Winkel (~30°) kippen und los gehts. Die Überraschung folgt sofort  - es ist viel einfacher als erwartet. Einfach in kleinen Zügen mit dem Strich rasieren und nicht einfach übers ganze Gesicht fahren funktioniert wunderbar und innerhalb kürzester Zeit ist der 1. Durchgang fertig. Ok das war einfach und von Blutbad keine Spur, einzig meine aus früheren Nassrasur-tagen bekannten Problemstellen bluten minimal (also ein kleiner Tropfen ;)).

Nächster Durchgang, nochmal einseifen und das Ganze nochmal. Diesmal teilweise quer zum Bartwuchs um noch gründlicher zu werden. Ganz gegen den Strich habe ich mich beim 1. Versuch nicht getraut - man muss ja nicht gleich übertreiben.
Dann mit kaltem Wasser das Gesicht waschen, etwas Aftershave und einfach mal 10 min die Hände aus dem Gesicht lassen. Das war fast schwerer als die Rasur da man ja wissen will ob's auch gründlich war.

Das Resultat meiner 1. Rasur mit dem Rasier-Hobel ist ein fast schon kitschig glattes Gesicht. Ich denke das war die sauberste Rasur die ich jemals gemacht habe und das beim 1. Versuch!
Auch von den kleinen Blutstellen ist nichts mehr zu sehen (kaltes Wasser lässt die Poren sich zusammen ziehen) und ich bin happy. Mit etwas mehr Übung lässt sich da noch etwas heraus holen - sowohl was die Qualität als auch den Zeitaufwand angeht der Alles in Allem wohl etwas unter 10 min gelegen ist.

Fazit - tltr;
Wer mit seiner Rasur nie ganz zufrieden war sollte unbedingt mal einen klassischen Rasier-hobel testen.

Update 28.08.12
Ich habe die letzten Tage die Feather Rasierklingen getestet und obwohl ich dachte die Merkur sind schon super sind die eine völlig andere Liga. Es ist eine Freude sich damit zu rasieren und ich könnte mir den 3. Durchgang eigentlich sparen weil es schon gründlich genug wäre.
Wer die Chance hat welche zu besorgen sollte das unbedingt machen. Ich habe bei rasierladen.de bestellt, der Versand ist natürlich nicht ohne aber man findet sich schon paar Dinge um das Verhältnis von Versand zu Warenwert zu verbessern.


Update 10.12.12
Auch nach einigen Monaten bin ich sehr happy mit dieser Art der Rasur. Man wird mit der Zeit relativ schnell und wenn sich die Haut einmal an den Rasierhobel gewöhnt hat ist Blut eine Seltenheit.
Ich verwende nun ausschließlich die Feather Klingen da die am längsten halten und wirklich unheimlich scharf sind.

Update 16.04.2013
Ich habe ein kleines Review zu den von mir verwendeten Klingen geschrieben: http://mydevrand.blogspot.co.at/2013/04/mein-rasierklingen-test.html