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Freitag, 20. Juni 2014

Review: Teufel Raumfeld Cubes

Ich habe hier ja schon über meinen neuen Streaming Setup mit Teufel Raumfeld geschrieben. Heute möchte ich das Review zu den Cubes (Amazon) nachreichen die bei mir nun die Küche beschallen.

Die Cubes sind, wie der Name schon sagt, in Würfelform mit einer Seitenlänge von knapp 20cm. Wen die genauen Specs interessieren findet diese hier.

Die Cubes sind, wie alle Raumfeld Boxenpaare, als Master-Slave ausgeführt. Im Master ist der Verstärker usw verbaut und der zweite wird dann darüber angesteuert. Die Verbindung ist dabei mit einem 6.3 Klinkenkabel ausgeführt - 2m liegen bei aber wer die Boxen weiter auseinander stellen will, muss ein längeres Kabel mit kaufen wenn man nicht basteln anfangen möchte.

Die Master Box verfügt über einen Ein/Aus Taster an der Vorderseite sowie Tasten für die Lautstärkereglung. Auf der Rückseite findet sich ein Netzwerkport, der Netzanschluss mit Netzschalter, ein Line-In und natürlich die Buchse für das Kabel zur 2. Box.

Grundsätzlich können die Cubes als Host für ein gesamtes Raumfeld System fungieren. Beim Raumfeld System ist ein Gerät immer als Host dafür zuständig, dass sich die Boxen untereinander finden und eben auch angesteuert werden können. In meinem Fall verwende ich den Connector im Wohnzimmer als Host weil der per Kabel am Netzwerk hängt und nicht wie die Cubes "nur" im WLAN.

Einrichtung

Wie schon zuvor der Connector, lassen sich die Cubes recht einfach ins Netzwerk integrieren. Ich habe sie zum ersten Einrichten noch über Kabel an den Switch gesteckt - war nicht gefordert aber nach meiner Logik war das der einfachste Weg um sicher zu stellen, dass der Connector die Cubes findet. Also einschalten, Setup Button drücken, etwas warten und fertig!

In der Controller App habe ich nun 2 Räume zur Auswahl und kann diese entweder zu einer Hörzone zusammen fassen oder getrennt ansteuern. Üblicherweise setze ich Küche und Wohnzimmer in eine Hörzone wenn ich schon in beiden Räumen Musik hören will - aber es ist gut, dass man trennen kann. Funktionieren tut das perfekt und die Musik ist wirklich in beiden Räumen wunderbar synchron und natürlich ist dennoch die Lautstärke separat wählbar.

Die Boxen hängen bei mir nun an Wandhaltern (Teufel) - es liegen jedoch vibrationsabsorbierende Füße bei wenn man sie stehend platzieren kann. Ich hatte nicht den passenden Platz um sie hin zu stellen und eine sinnvolle Klangabstrahlung in den Raum zu bekommen. Bei den Wandhaltern sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Boxen pro Stück über 4kg haben und deshalb schon ordentlich Wandhalter besorgt werden müssen!

Klang

Jetzt wird es spannend ... wie klingen die Cubes?
Ich höre recht viel gittarrenlastiges Zeug (Akustik Gitarre) und dabei sind sie der Hammer! Die Höhen sind sehr akzentuiert und punktgenau ohne blechern zu klingen. Der Bass ist durchaus ausgeprägt und bei passenden Tracks machen die kleinen Cubes ganz ordentlich Druck. Auch in den Mitten habe ich keinen Grund zur Beanstandung - sie sind sauber und präzise.
 Im Vergleich zum Wohnzimmer muss ich sagen, dass sie deutlich "schärfer" im Klang sind als mein Teufel 5.1 System im Wohnzimmer. Die Wohnzimmerboxen klingen mit dem 5.1 Receiver einfach etwas weicher was ab wohl sehr stark am Receiver liegt dessen Fokus doch eher Filmsound ist. Je nach Track ist das durchaus angenehmer als auf den Cubes. Prezier Klang ist eben ein zweischneidiges Schwert - gerade bei Singer-Songwriter Sachen phänomenal aber sphärischere Tracks klingen dann etwas zu hart für meinen Geschmack. Es ist aber auch klar, dass ich hier auf sehr hohem Niveau jammere und Geschmäcker verschieden sind...

Ich fahre die Boxen auf recht niedrigem Lautstärkelevel denn sie würden wohl auch mein Wohnzimmer ausreichend beschallen. Die knapp mehr als 10m² Küche würden sie schnell mit Clublautstärke fluten (aber mit ordentlichem Klang). Wenn mein Nachbar mal ein Battle starten will ... ich bin gerüstet :P

Täglicher Gebrauch

Hier möchte ich vorab sagen, dass ich unheimlich happy mit dem gesamten System bin! Mein Musikkonsum ist dramatisch angewachsen - vor allem deshalb weil nun meine gesamte Musiksammlung in jedem Raum nur einen Klick entfernt ist. Vorher hatte ich meist einfach Radio laufen (Danke an FM4 an dieser Stelle für die sehr angenehme Musikauswahl - ich höre immer noch gerne Radio) weil es auch im Wohnzimmer umständlich war Musik aus der Sammlung zu spielen. Nun sind es nur ein paar Klicks am Tablett oder Handy und das ist schon ein gravierender Unterschied. Wer sich schon mal mit einer Fernbedienung durch eine größere Musiksammlung gegraben hat, der versteht sicher was ich meine.

Ich habe die Cubes jetzt ungefähr ein Monat in Betrieb und bisher keine größeren Probleme. Wenn man den Host abdreht während die Boxen laufen, hatte ich einmal den Fall, dass sie dann nicht mehr zusammen gefunden haben. 

Did you try turning it off and on again? Jup that worked :D

Da ist wohl irgendwo ein Timeout in der Firmware schlagend geworden aber ist erst einmal passiert und es gibt auch laufen Updates. Das ist für mich kein großes Thema und ich kann nicht mal sagen ob das letzte Update diesen Bug nicht schon behoben hat weil ich es nicht bewusst reproduzieren kann (ok ich gebe zu ich habe nicht viel Zeit investiert). Generell finde ich aber die Politik von Teufel gut, immer wieder Updates bereit zu stellen. Die Controller App meldet sich dann mit dem Update und die Installation ist in ein paar Minuten erledigt ohne, dass man etwas tun muss außer auf "Ja jetzt updaten" klicken.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings - kein Deal Breaker für mich aber es ist ein Makel an diesen sonst genialen Boxen: im Standby geben sie einen leisen Pfeifton von sich. Das verschwindet sobald sie aktiv sind und ist auch nur hörbar wenn man daneben steht aber das sollte nicht so sein. Ich habe leider in Reviews schon davon gelesen aber Teufel sieht das anscheinend nicht als Fehler (ich habe aber noch nicht persönlich angefragt). Für mich klingt es nach einem Kondensator aber ich werde die Dinger nicht aufschrauben um das zu bestätigen. Wie gesagt es ist leise und im Normalfall hört man es nicht - steht der Master aber etwa neben dem Bett dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass das zu viel ist. 

Für mich sind die Cubes dennoch Ihren Preis wert und ich möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Das schöne ist ja auch, dass Teufel jedem Probehören zugesteht und man die Boxen bei Nichtgefallen zurück schicken kann. Für mich kein Thema ;)


Mittwoch, 14. Mai 2014

Review: Teufel Raumfeld Connector²

Nach langem Überlegen habe ich mich nun endlich dazu durch gerungen eine ordentliche Streaming Lösung umzusetzen. Mein Ausgangspunkt war der Wunsch endlich auch in der Küche Musik zur Verfügung zu haben. Dort steht aktuell nur ein Radiowecker über den Radio läuft. Das ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss aber der Leidensdruck war nie groß genug um wirklich etwas daran zu ändern.

Von Anfang an war klar, dass ich auf meine Musiksammlung zugreifen möchte, die am Server abgelegt ist. Das ganze soll dann natürlich auch einen guten Klang haben, intuitiv und angenehm in der Bedienung sein und, soweit das überhaupt möglich ist, auch zukunftssicher sein.

Ich habe zuerst im Bereich der Kompaktanlagen gesucht und wurde nicht wirklich fündig. Es gibt zwar Unmengen die grundsätzlich die Anforderungen erfüllen aber sobald man etwas ordentliches haben möchte wo auch FLAC, Gapless Play usw geht, ist man schnell ein paar hundert Euro los und hat dann fast immer irgendwelche Apple Docking Stations mit gekauft. Brauche ich nicht, will ich nicht.

Nun gut also habe ich dann bei +Lautsprecher Teufel vorbei geschaut. Ich habe bereits meine Wohnzimmer Boxen von denen und bin damit absolut zufrieden! Teufel hat sich des Themas Streaming sinnvoll angenommen und das Raumfeld Multiroom Streaming System an den Start gebracht.

Die Grundidee ist, dass man in den Räumen einfach Boxen aufstellt, die den Verstärker eingebaut haben und sich per WLAN an die Musiksammlung anbinden bzw. Streams aus dem Netz empfangen. Kontrollieren kann man das Ganze dann über Apps für Android und auch iOS oder über einen eigenen, recht teuren, Controller. Nun ja, Telefon und Tablett liegen bei mir sowieso herum ;)

Als ersten Test habe ich nun den Raumfeld Controller² bestellt und in Betrieb genommen. Dieser ist die Verbindung zur vorhandenen Anlage im Wohnzimmer und fungiert auch gleich als Basis für den folgenden Multi-Room Setup. Ich dachte mir, das ist auf jeden Fall ein guter Einstiegspunkt denn das Musik streamen über meine WDTV Live ist ja auch nicht ideal. Dauernd den Fernseher einschalten und mit Fernbedienung durch die Listen navigieren nervt. Teufel bietet auch ein Rückgaberecht um das Equipment einfach mal zu testen und so ist der Schritt dann doch nicht so schwer. Klar, ganz billig ist das Raumfeld System nicht aber wenn es etwas ordentliches sein soll bin ich gerne bereit auch etwas dafür zu zahlen.

Raumfeld Connector² 

Der Connector (Amazon) ist ein wunderbar schlichtes Kästchen mit einem großen Button und den nötigen Anschlüssen auf der Rückseite. Es wird alles mitgeliefert was man für das Setup benötigt - vom Chinch- bis zum Netzwerkkabel. Das Netzwerkkabel braucht man nicht wirklich weil die Box natürlich per WLAN angebunden werden kann aber es geht nun mal nichts über Kupfer und ich habe ohnehin einen Switch bei der Anlage stehen.

Ich habe überlegt über den optischen Ausgang auf die Anlage zu gehen aber Teufel hat ja ordentlich D/A Wandler verbaut und die dürfen ruhig zum Zug kommen.

Setup

Die gesamte Einrichtung geht sehr flott von der Hand und sollte niemandem Probleme bereiten. Nachdem die Box verkabelt ist, installiert man die Raumfeld App, in meinem Fall aus dem Play Store, und folgt den Anweisungen. Für das initiale Pairing gibt es auf der Box hinten einen Taster und danach wird sie in der App sofort gefunden. Man gibt noch das WLAN Passwort an und schon kann man beginnen seine Musikquellen einzurichten.

Ich nutze Mediatomb als DLNA Streaming Service auf meinem Home Server aber man könnte auch einfach die Netzwerkfreigabe einhängen. Der erste Abgleich dauert, je nach Sammlungsgröße, ein wenig aber das war ja zu erwarten. Nach dem Scan kann man schon loslegen und in der wirklich gut gelungenen App Musik auswählen.


Die Musik wird dabei direkt über das Netzwerk geholt und nicht über das Tablet/Handy geschleust - die App fungiert nur als Controller. Es gibt natürlich auch Playlisten und Shuffle Modi die auch die Voreinstellungen für die meistgehörten Interpreten bieten.
Man kann natürlich auch direkt vom Tablet oder Handy streamen so man das den möchte. Auf meinen Geräten liegt keine Musik die nicht auch am Server wäre und damit ist das für mich irrelevant. Trotzdem ist es gut das zu können - so können auch Gäste zur Musikauswahl beitragen ;)

Über dem Lautstärkeregler in der App findet sich die Auswahl der Wiedergabegeräte und darüber steuert man dann auch an wo man was hören will oder ob auf allen Ausgabegeräten das selbe gespielt werden soll. Dazu kann ich aktuell leider noch nichts sagen den der Connector ist, wie gesagt, mein erstes Gerät.

Das reichhaltige Angebot an Internetradios ist über TuneIn, die App kennt man ja, angebunden und ist ebenso nur einen Touch entfernt. Meine üblichen Streams starten am Connector deutlich flotter als auf der WDTV.

Klang & Bedienung

Das Wichtigste ist natürlich der Klang und hier muss ich sagen, dass die Wiedergabe der selben Datei, nach meinem Gefühl, deutlich besser klingt als zuvor über den WDTV. Das ist sicher subjektiv aber es klingt etwas sauberer. Hat man keine ordentlichen MP3s oder FLACs so ist das natürlich irrelevant aber dann würde ich auch davon abraten ernsthaft Geld für eine Stereoanlage oder Streaminglösung auszugeben.

Die Bedienung über die App funktioniert wirklich sehr angenehm und intuitiv. Ich hatte etwas Angst wie Raumfeld mit mehreren Controllern umgehen wird - also mehrere User am Tablet und auch am Telefon. Ich war sehr positiv überrascht denn es gibt überhaupt keine Problem. Dadurch, dass alles über die Box gehandelt wird und die App nur das User Interface dazu ist, ist es auch egal mit welchem Gerät man gerade verbindet. Man erhält sofort die volle Sammlung und aktuelle Wiedergabe angezeigt. Einziger Unterschied wären die lokalen Quellen am Tablet oder Telefon welche bei mir aber weg fallen. Das ist wirklich schön gelöst.

Die App verbindet sich bisher absolut zuverlässig und schnell. In einigen Reviews liest man gerade hier von Schwächen die ich aber, zumindest bis jetzt, nicht bestätigen kann. Kann natürlich sein, dass die durch meine Anbindung per Netzwerkkabel verschwinden und ich vergebe auch eine statische IP über den Router womit die Anbindung jederzeit sauber funktioniert. Über WLAN, gerade bei schlechter Verbindung, kann ich mir da, zumindest theoretisch, diverse Probleme vorstellen.

Fazit

Dieser erste Test, in zugegeben kleinem Umfang, hat mich bisher völlig überzeugt. Genau so muss Streaming funktionieren! Man kann sicher auch billiger eine Streaminglösung bekommen aber das Raumfeld System funktioniert intuitiv und sowohl Verarbeitung als auch der Klang sind Spitze.

Ich werde die nächsten Tage noch etwas weiter damit herumspielen und Musik genießen aber ich bin jetzt schon sehr sicher, dass ich zeitnahe die Raumfeld One Box für die Küche bestellen werde. Ich kann in der Küche leider, aus Platzgründen, nicht 2 Boxen ordentlich anbringen und so ist diese eine Box eine gute Alternative. Was mir auch sehr gefällt sind die Buttons über die man vordefinierte Quellen direkt aufrufen kann. 


Nachtrag 1:
Ha jetzt sind es doch die Cubes geworden. Der Raumfeld One ist gerade nicht lieferbar und wirklicher Stereo Klang ist ja doch was feines. Irgendwie bekomme ich die Cubes schon im Zimmer montiert :)

Nachtrag 2:
Hier mein Review zu den Raumfeld Cubes

Samstag, 4. Januar 2014

Parrot Zik - Review

Nachdem meine Sennheiser M400 eingegangen sind, brauchte ich neue Kopfhörer. Bisher war immer Sennheiser meine Wahl aber nachdem die M400 schon bei mehreren Leuten mit genau dem gleichen Fehler nach etwa 2 Jahren eingegangen sind, wollte ich nicht wieder Geld für ein Produkt mit befristeter Lebenszeit kaufen.

Entschieden habe ich mich dann für die Parrot Zik (Amazon)


Zugegeben, billig sind sie nicht gerade aber wenn man sie mal am Kopf hatte gibt man sie nicht mehr her!

Der Zik ist ein Bluetooth Kopfhörer aber es gibt auch 3,5 Klinke Kabel um weiter zu hören wenn der Akku leer ist. Dabei ist er aber natürlich nur noch ein passiv Kopfhörer. Wenn er über Bluetooth läuft kommt noch ein sehr guter DSP und active Noise Reduction dazu. 

Die Bedienung ist genial. Man hat keine Knöpfe um lauter oder weiter zu schalten, man wischt einfach über den rechten Hörer. Gestensteuerung im Kopfhörer ... wirklich nett. Nimmt man die Kopfhörer vom Ohr wird die Musik automatisch pausiert und spielt weiter sobald man sie aufsetzt.

Mit einer App kann man den gesamten Kopfhörer fein-tunen. Die App gibt es für Android und iOS. Man bekommt damit den Akkustand, kann den Equilizer im Kopfhörer bedienen, Noice Cancelation abdrehen und den Raumklang anpassen. Man kann über die App und die Bluetooth Verbindung vom Telefon aus sogar ein Firmware Upgrade der Kopfhörer machen. Klingt komisch auf einem Kopfhörer ein Firmware Update zu machen aber der Zik tut eben schon ziemlich einiges über die Software und da macht das absolut Sinn. Bei mir war beim 1. Verbinden gleich die Meldung über das Firmware Update da :)

Das Verbinden geht mit dem Nexus 4 über NFC. Man legt nur das Telefon an den Kopfhörer und schon wird er verbunden. Man kann natürlich auch manuell Verbinden aber wenn NFC geht ist das schon nett.
Hier gibt es ein kleines Mako. Der Zik lässt sich nur mit einem Gerät pairen. Ist für mich völlig unproblematisch aber man sollte es dennoch erwähnen.

Soviel mal zur Technik - mehr technische Details findet ihr auf der Seite von Parrot.

Nun kommen wir zum wichtigen Teil - wie klingt er?
Durch die vielen Optionen kann man den Parrot Zik sehr stark anpassen um den für sich gewünschten Sound zu bekommen. Das ist natürlich gar nicht so einfach denn unterschiedliche Genres benötigen eigentlich unterschiedliche Settings. Worauf ich hinaus will ist, dass der Klang so gut ist, dass man jede kleine Veränderung hört. Ein schlechtes MP3 kann man natürlich auch mit den besten Settings nicht gut machen denn die Kopfhörer decken das sofort auf. Hat man gute Quellen so ist es ein Vergnügen.

Ich muss hier aber auch sagen, dass ein HIFI Kopfhörer für zuhause um den Preis dann trotzdem noch feiner. Für einen kabellosen Kopfhörer sind sie aber, meiner Meinung nach, Spitze oder zumindest sehr sehr weit oben angesiedelt.

Die Zik sind meine ersten eigenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation. Ich habe schon ein paar Mal günstigere Modelle ausprobiert aber die Wirkung war doch recht eingeschränkt. Mit den Zik ist das ein ganz neues Erlebnis. Die Kopfhörer sind ohnehin auch passiv schon gut gedämmt aber sobald man beim Musikhören ANC aktiviert, hört man außer der Musik einfach nichts mehr. Bei Sprechtest mit meiner Freundin bei Zimmerlautstärke war es fast witzig. Man sieht die Lippen bewegen aber hört absolut nichts :D Wenn man Öffis benutzt ist das einfach nur Hammer! Ruhe und Frieden am Morgen.

Die Schallisolation nach außen ist auch gut. Bei normaler Lautstärke hört man nichts nach außen, dreht man lauter so muss man zumindest nahe dran sein um etwas zu hören. Ich habe schon geschlossene Kopfhörer gehört die hier deutlich schlechter abschnitten.

Der Tragekomfort ist trotz der Größe sehr gut. Man spürt schon, dass man sie trägt aber sie schauen schwerer aus als sie wirklich sind. Auf den Ohren drückt nichts und auch wenn man eine Brille hat, werden einem die Bügel nicht in den Kopf gepresst. Für den normalen Gebrauch halten sie auf jeden Fall gut genug am Kopf, vermutlich auch noch beim Laufen.
Der Bügel ist eigentlich recht gut und auch weich gepolstert, dennoch kommt er mir am Kopf etwas hart vor. Das Kann an meiner Kopfform liegen aber das ist mein einziger Kritikpunkt. Das kann man besser machen aber da war dann wohl auch der Design Faktor mit im Spiel.


Für mich sind die Parrot Zik eine neue Liga. Die Sennheiser waren gut, solange sie gingen, aber der Parrot ist doch noch mal um ein gutes Stück besser. Klanglich ist er spitze und was die Bedienung angeht wegweisend. Für mich ist er damit den Preis absolut wert und ich würde ihn wieder kaufen.

Nachtrag nach etwa einem Monat Nutzung

Man glaubt kaum wie schnell man sich an Noise Cancellation gewöhnt. Man geht auf der Straße und nimmt mal kurz die Kopfhörer ab - wow ist die Welt laut :D Man bekommt das gar nicht mehr wirklich mit. Es ist jetzt nicht so, dass man gar nichts mehr hört. Wenn ich an der Bushaltestelle stehe, höre ich schon die Autos aber eben sehr gedämpft und es geht um eine Haupteinfahrsstraße nach Linz. Früher habe ich die Musik lauter gedreht aber das ist mit den Zik nicht mehr nötig.

Ich bin mittlerweile ein paar mal auch länger Strecken mit den Zik unterwegs gewesen (Zug) und man spürt sie eigentlich fast nicht. Das Gewicht fällt recht schnell nicht mehr auf und nachdem die Polster am Ohr wirklich angenehm sind, vergisst man darauf. Die Polsterung am Bügel fällt, wenn man mal die richtige Einstellung gefunden hat, auch nicht mehr negativ auf.

Die Akkulaufzeit ist grundsätzlich für mich ausreichend und ich komme für meinen Weg von und zur Arbeit eine Woche aus, fahre ich zwischendurch aber mal weg, muss ich laden. Also völlig ausreichend aber nicht überragend. Wenn man Noise Cancellation abdreht, würden sie länger halten aber der Klang ist mit doch noch mal besser.

Mein Fazit bleibt aufrecht ... die Dinger sind Hammer!