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Sonntag, 5. Oktober 2014

Review: Oneplus One

Nach ~2 Jahren mit dem Nexus 4 war es mal wieder Zeit für ein neues Telefon.

Ich hatte natürlich nach 2 Nexus Geräten am Anfang das Nexus 6 im Auge aber ich bin immer mehr davon abgekommen umso mehr sich die Gerüchte verdichteten. ~6" ist mir einfach zu groß und da ist mir dann ziemlich egal was sonst noch am Programm steht.

Ich habe dann etwas herumgesucht was es aktuell gibt bzw. was bald kommen wird. Dabei waren mir 3 Ding wichtig:

  • Preis: ich kaufe das Telefon definitiv nicht mit Vertrag und ich bin nicht gewillt 600€+ für ein Telefon auszugeben. Meine persönliche Schmerzgrenze liegt zwischen 300€ und 400€ was ja nicht unbedingt wenig ist.
  • OS: Das es ein Android sein muss ist klar, aber ich zahle auch nicht dafür, dass der Hersteller das OS verramscht. Ich bügle das Zeug sowieso runter und von daher bin ich nicht gewillt dafür zu zahlen. Es gibt schon Ausnahmen wo die Hersteller coole Erweiterungen einbauen aber das meiste nervt (Touchwiz, Sense,...). 
  • Ausstattung: Naja was man so braucht eben :D 32GB+ Speicher, 2GB+ Speicher, aktuelle CPU, guter Akku, scharfes Display


Mit diesen Voraussetzungen habe ich mal angefangen zu suchen. Das OS Kriterium schließt gleich mal Samsung und HTC aus. Ich bin dann beim Moto X, Sony Z3 und Asus ZenPhone gelandet die ich jedoch alle aufgrund der Preisanforderung und auch etwas wegen dem OS verwerfen  musst.
Das OPO hatte ich schon länger auf der Liste aber nachdem ich keinen Invite hatte und ihm auch nicht dezidiert nachgelaufen bin, war es nicht wirklich eine Option.


Das OnePlus One gibt es aktuell nicht einfach zu kaufen. Die ziehen das so auf, dass sie Invites vergeben sobald sie wieder Geräte verfügbar haben. Ist zum einen natürlich eine gute PR Masche (du kannst das nicht einfach kaufen, jemand muss dich einladen) und zum Andern kommen sie so nicht in die Verlegenheit zu wenige oder zu viele Geräte zu haben. Von Charge zu Charge kann man anhand der genutzten Invites die nächste abschätzen und das ist natürlich schon eine feine Sache für den Hersteller.
Mein Plan war eigentlich auf das Nexus 6 zu warten da ich alle anderen Optionen ausgeschlossen hatte. Tja und dann machte es Beep und ein Invite für das OPO lag in meiner Inbox. Tja so schnell ist eine Entscheidung da wenn alle Anforderungen erfüllt sind :)

Facts

Die Eckdaten sind 5.5" 1080p display, 3GB RAM, 64GB Speicher, 3100mAh und ein Snapdragon 801 um 299€. 
Alle Details gibt es hier

Formfaktor

Zuerst mal - ja 5.5" ist groß. Ein Hosentaschentelefon ist das nicht mehr wirklich aber das sollte klar sein. Es ist trotzdem noch nicht so als würde man sich ein Tablet ans Ohr halten aber der Eindruck ist hier wohl in der Tat 100% subjektiv. 6" ist technisch gesehen nicht viel größer aber aber zumindest vom Gefühl her wäre es zu viel.

Das OPO geht sich in meinen Händen sehr gut aus, ich kann es also recht angenehm halten und einhändig bedienen. Hier muss ich aber auch sagen, dass ich nicht unbedingt kleine Hände habe ;)
Die Tasten sind gut positioniert um sie zu erreichen und die raue Rückseite sorgt dafür, dass es nicht wegrutschen kann. Insgesamt liegt es damit gut in der Hand

OS

Das ist richtig sweet! Das OPO kommt out of the box mit Cyanogen Mod! Sie verwenden einen eigenen Branch "CM 11S" der eben auf das OPO zugeschnitten ist. Wer CM kennt, wird sich sofort zuhause fühlen denn es ist faktisch CM mit minimalen Adaptierungen für das Gerät. Ok ich gebe zu, ich habe mir nicht angesehen was sie genau geändert haben, aber mir ist noch nichts negatives aufgefallen und ich habe auf allen Nexus Geräten ebenso CM verwendet.

Eine Sache ist richtig nett - das OPO kann Wecker auch dann ausführen wenn es ausgeschalten ist! Ich meine das gibt es schon lange nicht mehr. Ich musste das natürlich gleich testen und sie machen das mit einem Trick. Das Telefon startet ~2 Minuten vor dem Wecker automatisch und ist dann einfach up and running wenn der Wecker läutet. Das funktioniert aber nur mit der Android Ẃecker App und nicht mit Drittapps was aber irgendwie zu erwarten war. 

Eine Sache muss ich noch anmerken. Das OPO ist out of the box nicht gerootet! Ich sehe schon ein warum das so ist aber anmerken möchte ich es trotzdem. Gerootet ist das Ding sehr schnell und straight forward. Eine detaillierte Beschreibung (auch für Leute die das noch nie gemacht haben) gibt es im XDA Forum.

Speed

Eigentlich will ich dazu nicht viel sagen. Ein Quad Core mit 2.5 GHz muss einfach zackig sein und das ist er auch. Ich sage mal ich langweile das Ding denn ich spiele außer Ingress am Telefon nichts und damit nutze ich die CPU sicher nicht voll aus. Der Vorteil ist für mich wohl eher der recht effiziente Energieverbrauch.

Akku

Jetzt sind wir beim Eingemachten angekommen! Ich meine ein Telefon kann noch so viel können und schnell sein usw., wenn es dann aber den Tag nicht durchsteht, ist das pointless.
Das Nexus 4 war diesbezüglich ganz offen gesagt ein Graus. Ich meine Ingress ist sicher heftig beim Stromverbrauch aber 50% Akku in einer halben Stunde ist schon heftig. Klar dabei ist Blutooth für die Kopfhörer und Musik sowie GPS und Display an, aber trotzdem. Auch ohne Ingress war beim N4 ein Arbeitstag schon ziemlich das Limit und ich bin dabei nicht mal ein Daueruser.

Im Vergleich habe ich jetzt 1000mAh mehr als beim N4. Die Milchmädchenrechnung sagt etwa 1/3 mehr Laufzeit aber aktuell würde ich eher sagen es ist das Doppelte. Es ist noch zu früh um hier eine definitive Aussage zu machen aber vom Gefühl nach 2 Tagen hält der Akku deutlich besser. Zu diesem Punkt werde ich noch Updates nachschieben wenn ich genug Erfahrung damit habe.

Beim OPO kann man den Akku wechseln wenn es denn notwendig ist. Das ist jetzt nicht unbedingt ein Killerfeature aber es ist doch angenehm die Option zu haben!

Sonstige Hardware

Da wäre etwa die Kamera :) Mir ist klar, dass die für viele Leute sehr wichtig ist, nachdem ich aber fast immer die Nikon mit habe, ist die Handykamera nicht so mein Fall. Die vom N4 war aber auch schrottig :D

Ich habe ein paar Testfotos gemacht und ich bin ziemlich zufrieden damit. Klar kann sie bei schlechtem Licht nicht viel ausrichten aber mit Blitz (DoppelLED) und bei halbwegs sinnvollem Licht, werden die Fotos wirklich sehr ansehnlich. Wenn ich mal schnell ein Foto brauche oder die Nikon nicht mit habe, ist die OPO Kamera definitiv ein guter Fallback.

Die Front Kamera ist richtig nice! 5MP und recht weitwinkelig ohne massiv zu verzerren. Ich bin ja nicht so der Selfi Typ aber die Kamera ist ganz klar dafür gemacht. Ich nutze sie primär für den Face Unlock (das Handy erkennt mein Gesicht) was zwar sicher nicht die sicherste Methode ist aber doch wahnsinnig komfortabel. Die Kamera stellt sich dabei sehr gut auf die Lichtverhältnisse ein und erlaubt schnelle Unlocks.

Was ich persönlich super finde, ist die Erweiterung von nur GPS auf das russische GLONASS. Beide Systeme haben eine ähnliche Präzision also kann es nicht schaden das Feld zu weiten um schnellere und genauere Ortungen zu erhalten. Ok ich mag auch den Fakt, dass ich nicht vom US System abhängig bin :D Wie auch immer, die Positionierung funktioniert, im Vergleich zum N4, deutlich exakter und schneller. Auch hier werde ich noch Erfahrungswerte nachschieben sowie ich sie habe.

Das OPO bietet die Möglichkeit zwischen OnScreen und kapazitiven Buttons zu wählen. Ich war die OnScreen Tasten gewohnt aber wenn ich wählen kann, dann nehme ich doch die separaten einfach weil ich den Platz am Display nutzen möchte. Was dabei etwas nervt ist, dass die kapazitiven Tasten im Vergleich zum N4  genau spiegelverkehrt sind. Zurück ist also rechts und Menü links was einiges an Umgewöhnung erfordert. Nachdem das aber sehr viele Hersteller so machen, macht es wohl Sinn. Naja ich sag mal man gewöhnt sich in ein paar Tagen daran.
 

Fazit

Aktuell habe ich noch nichts gefunden was mich am OPO nerven würde! Ich sage mal das ist das beste was ich über ein Telefon sagen kann denn, wenn wir mal ehrlich sind, gibt es heute fast keine "schlechten" Geräte mehr. Es kommt viel mehr darauf an was man haben möchte und was nicht.

Sobald es dann auch noch die alternativen Rückseiten gibt, werde ich mir wohl eine in Walnuss oder Bambus holen. Ein wenig personalisieren ist schon was Nettes und da war Motorola mit dem Moto X, meiner Meinung nach, absolut auf dem richtigen Weg. 


Freitag, 20. Juni 2014

Review: Teufel Raumfeld Cubes

Ich habe hier ja schon über meinen neuen Streaming Setup mit Teufel Raumfeld geschrieben. Heute möchte ich das Review zu den Cubes (Amazon) nachreichen die bei mir nun die Küche beschallen.

Die Cubes sind, wie der Name schon sagt, in Würfelform mit einer Seitenlänge von knapp 20cm. Wen die genauen Specs interessieren findet diese hier.

Die Cubes sind, wie alle Raumfeld Boxenpaare, als Master-Slave ausgeführt. Im Master ist der Verstärker usw verbaut und der zweite wird dann darüber angesteuert. Die Verbindung ist dabei mit einem 6.3 Klinkenkabel ausgeführt - 2m liegen bei aber wer die Boxen weiter auseinander stellen will, muss ein längeres Kabel mit kaufen wenn man nicht basteln anfangen möchte.

Die Master Box verfügt über einen Ein/Aus Taster an der Vorderseite sowie Tasten für die Lautstärkereglung. Auf der Rückseite findet sich ein Netzwerkport, der Netzanschluss mit Netzschalter, ein Line-In und natürlich die Buchse für das Kabel zur 2. Box.

Grundsätzlich können die Cubes als Host für ein gesamtes Raumfeld System fungieren. Beim Raumfeld System ist ein Gerät immer als Host dafür zuständig, dass sich die Boxen untereinander finden und eben auch angesteuert werden können. In meinem Fall verwende ich den Connector im Wohnzimmer als Host weil der per Kabel am Netzwerk hängt und nicht wie die Cubes "nur" im WLAN.

Einrichtung

Wie schon zuvor der Connector, lassen sich die Cubes recht einfach ins Netzwerk integrieren. Ich habe sie zum ersten Einrichten noch über Kabel an den Switch gesteckt - war nicht gefordert aber nach meiner Logik war das der einfachste Weg um sicher zu stellen, dass der Connector die Cubes findet. Also einschalten, Setup Button drücken, etwas warten und fertig!

In der Controller App habe ich nun 2 Räume zur Auswahl und kann diese entweder zu einer Hörzone zusammen fassen oder getrennt ansteuern. Üblicherweise setze ich Küche und Wohnzimmer in eine Hörzone wenn ich schon in beiden Räumen Musik hören will - aber es ist gut, dass man trennen kann. Funktionieren tut das perfekt und die Musik ist wirklich in beiden Räumen wunderbar synchron und natürlich ist dennoch die Lautstärke separat wählbar.

Die Boxen hängen bei mir nun an Wandhaltern (Teufel) - es liegen jedoch vibrationsabsorbierende Füße bei wenn man sie stehend platzieren kann. Ich hatte nicht den passenden Platz um sie hin zu stellen und eine sinnvolle Klangabstrahlung in den Raum zu bekommen. Bei den Wandhaltern sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass die Boxen pro Stück über 4kg haben und deshalb schon ordentlich Wandhalter besorgt werden müssen!

Klang

Jetzt wird es spannend ... wie klingen die Cubes?
Ich höre recht viel gittarrenlastiges Zeug (Akustik Gitarre) und dabei sind sie der Hammer! Die Höhen sind sehr akzentuiert und punktgenau ohne blechern zu klingen. Der Bass ist durchaus ausgeprägt und bei passenden Tracks machen die kleinen Cubes ganz ordentlich Druck. Auch in den Mitten habe ich keinen Grund zur Beanstandung - sie sind sauber und präzise.
 Im Vergleich zum Wohnzimmer muss ich sagen, dass sie deutlich "schärfer" im Klang sind als mein Teufel 5.1 System im Wohnzimmer. Die Wohnzimmerboxen klingen mit dem 5.1 Receiver einfach etwas weicher was ab wohl sehr stark am Receiver liegt dessen Fokus doch eher Filmsound ist. Je nach Track ist das durchaus angenehmer als auf den Cubes. Prezier Klang ist eben ein zweischneidiges Schwert - gerade bei Singer-Songwriter Sachen phänomenal aber sphärischere Tracks klingen dann etwas zu hart für meinen Geschmack. Es ist aber auch klar, dass ich hier auf sehr hohem Niveau jammere und Geschmäcker verschieden sind...

Ich fahre die Boxen auf recht niedrigem Lautstärkelevel denn sie würden wohl auch mein Wohnzimmer ausreichend beschallen. Die knapp mehr als 10m² Küche würden sie schnell mit Clublautstärke fluten (aber mit ordentlichem Klang). Wenn mein Nachbar mal ein Battle starten will ... ich bin gerüstet :P

Täglicher Gebrauch

Hier möchte ich vorab sagen, dass ich unheimlich happy mit dem gesamten System bin! Mein Musikkonsum ist dramatisch angewachsen - vor allem deshalb weil nun meine gesamte Musiksammlung in jedem Raum nur einen Klick entfernt ist. Vorher hatte ich meist einfach Radio laufen (Danke an FM4 an dieser Stelle für die sehr angenehme Musikauswahl - ich höre immer noch gerne Radio) weil es auch im Wohnzimmer umständlich war Musik aus der Sammlung zu spielen. Nun sind es nur ein paar Klicks am Tablett oder Handy und das ist schon ein gravierender Unterschied. Wer sich schon mal mit einer Fernbedienung durch eine größere Musiksammlung gegraben hat, der versteht sicher was ich meine.

Ich habe die Cubes jetzt ungefähr ein Monat in Betrieb und bisher keine größeren Probleme. Wenn man den Host abdreht während die Boxen laufen, hatte ich einmal den Fall, dass sie dann nicht mehr zusammen gefunden haben. 

Did you try turning it off and on again? Jup that worked :D

Da ist wohl irgendwo ein Timeout in der Firmware schlagend geworden aber ist erst einmal passiert und es gibt auch laufen Updates. Das ist für mich kein großes Thema und ich kann nicht mal sagen ob das letzte Update diesen Bug nicht schon behoben hat weil ich es nicht bewusst reproduzieren kann (ok ich gebe zu ich habe nicht viel Zeit investiert). Generell finde ich aber die Politik von Teufel gut, immer wieder Updates bereit zu stellen. Die Controller App meldet sich dann mit dem Update und die Installation ist in ein paar Minuten erledigt ohne, dass man etwas tun muss außer auf "Ja jetzt updaten" klicken.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings - kein Deal Breaker für mich aber es ist ein Makel an diesen sonst genialen Boxen: im Standby geben sie einen leisen Pfeifton von sich. Das verschwindet sobald sie aktiv sind und ist auch nur hörbar wenn man daneben steht aber das sollte nicht so sein. Ich habe leider in Reviews schon davon gelesen aber Teufel sieht das anscheinend nicht als Fehler (ich habe aber noch nicht persönlich angefragt). Für mich klingt es nach einem Kondensator aber ich werde die Dinger nicht aufschrauben um das zu bestätigen. Wie gesagt es ist leise und im Normalfall hört man es nicht - steht der Master aber etwa neben dem Bett dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass das zu viel ist. 

Für mich sind die Cubes dennoch Ihren Preis wert und ich möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Das schöne ist ja auch, dass Teufel jedem Probehören zugesteht und man die Boxen bei Nichtgefallen zurück schicken kann. Für mich kein Thema ;)


Mittwoch, 14. Mai 2014

Review: Teufel Raumfeld Connector²

Nach langem Überlegen habe ich mich nun endlich dazu durch gerungen eine ordentliche Streaming Lösung umzusetzen. Mein Ausgangspunkt war der Wunsch endlich auch in der Küche Musik zur Verfügung zu haben. Dort steht aktuell nur ein Radiowecker über den Radio läuft. Das ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss aber der Leidensdruck war nie groß genug um wirklich etwas daran zu ändern.

Von Anfang an war klar, dass ich auf meine Musiksammlung zugreifen möchte, die am Server abgelegt ist. Das ganze soll dann natürlich auch einen guten Klang haben, intuitiv und angenehm in der Bedienung sein und, soweit das überhaupt möglich ist, auch zukunftssicher sein.

Ich habe zuerst im Bereich der Kompaktanlagen gesucht und wurde nicht wirklich fündig. Es gibt zwar Unmengen die grundsätzlich die Anforderungen erfüllen aber sobald man etwas ordentliches haben möchte wo auch FLAC, Gapless Play usw geht, ist man schnell ein paar hundert Euro los und hat dann fast immer irgendwelche Apple Docking Stations mit gekauft. Brauche ich nicht, will ich nicht.

Nun gut also habe ich dann bei +Lautsprecher Teufel vorbei geschaut. Ich habe bereits meine Wohnzimmer Boxen von denen und bin damit absolut zufrieden! Teufel hat sich des Themas Streaming sinnvoll angenommen und das Raumfeld Multiroom Streaming System an den Start gebracht.

Die Grundidee ist, dass man in den Räumen einfach Boxen aufstellt, die den Verstärker eingebaut haben und sich per WLAN an die Musiksammlung anbinden bzw. Streams aus dem Netz empfangen. Kontrollieren kann man das Ganze dann über Apps für Android und auch iOS oder über einen eigenen, recht teuren, Controller. Nun ja, Telefon und Tablett liegen bei mir sowieso herum ;)

Als ersten Test habe ich nun den Raumfeld Controller² bestellt und in Betrieb genommen. Dieser ist die Verbindung zur vorhandenen Anlage im Wohnzimmer und fungiert auch gleich als Basis für den folgenden Multi-Room Setup. Ich dachte mir, das ist auf jeden Fall ein guter Einstiegspunkt denn das Musik streamen über meine WDTV Live ist ja auch nicht ideal. Dauernd den Fernseher einschalten und mit Fernbedienung durch die Listen navigieren nervt. Teufel bietet auch ein Rückgaberecht um das Equipment einfach mal zu testen und so ist der Schritt dann doch nicht so schwer. Klar, ganz billig ist das Raumfeld System nicht aber wenn es etwas ordentliches sein soll bin ich gerne bereit auch etwas dafür zu zahlen.

Raumfeld Connector² 

Der Connector (Amazon) ist ein wunderbar schlichtes Kästchen mit einem großen Button und den nötigen Anschlüssen auf der Rückseite. Es wird alles mitgeliefert was man für das Setup benötigt - vom Chinch- bis zum Netzwerkkabel. Das Netzwerkkabel braucht man nicht wirklich weil die Box natürlich per WLAN angebunden werden kann aber es geht nun mal nichts über Kupfer und ich habe ohnehin einen Switch bei der Anlage stehen.

Ich habe überlegt über den optischen Ausgang auf die Anlage zu gehen aber Teufel hat ja ordentlich D/A Wandler verbaut und die dürfen ruhig zum Zug kommen.

Setup

Die gesamte Einrichtung geht sehr flott von der Hand und sollte niemandem Probleme bereiten. Nachdem die Box verkabelt ist, installiert man die Raumfeld App, in meinem Fall aus dem Play Store, und folgt den Anweisungen. Für das initiale Pairing gibt es auf der Box hinten einen Taster und danach wird sie in der App sofort gefunden. Man gibt noch das WLAN Passwort an und schon kann man beginnen seine Musikquellen einzurichten.

Ich nutze Mediatomb als DLNA Streaming Service auf meinem Home Server aber man könnte auch einfach die Netzwerkfreigabe einhängen. Der erste Abgleich dauert, je nach Sammlungsgröße, ein wenig aber das war ja zu erwarten. Nach dem Scan kann man schon loslegen und in der wirklich gut gelungenen App Musik auswählen.


Die Musik wird dabei direkt über das Netzwerk geholt und nicht über das Tablet/Handy geschleust - die App fungiert nur als Controller. Es gibt natürlich auch Playlisten und Shuffle Modi die auch die Voreinstellungen für die meistgehörten Interpreten bieten.
Man kann natürlich auch direkt vom Tablet oder Handy streamen so man das den möchte. Auf meinen Geräten liegt keine Musik die nicht auch am Server wäre und damit ist das für mich irrelevant. Trotzdem ist es gut das zu können - so können auch Gäste zur Musikauswahl beitragen ;)

Über dem Lautstärkeregler in der App findet sich die Auswahl der Wiedergabegeräte und darüber steuert man dann auch an wo man was hören will oder ob auf allen Ausgabegeräten das selbe gespielt werden soll. Dazu kann ich aktuell leider noch nichts sagen den der Connector ist, wie gesagt, mein erstes Gerät.

Das reichhaltige Angebot an Internetradios ist über TuneIn, die App kennt man ja, angebunden und ist ebenso nur einen Touch entfernt. Meine üblichen Streams starten am Connector deutlich flotter als auf der WDTV.

Klang & Bedienung

Das Wichtigste ist natürlich der Klang und hier muss ich sagen, dass die Wiedergabe der selben Datei, nach meinem Gefühl, deutlich besser klingt als zuvor über den WDTV. Das ist sicher subjektiv aber es klingt etwas sauberer. Hat man keine ordentlichen MP3s oder FLACs so ist das natürlich irrelevant aber dann würde ich auch davon abraten ernsthaft Geld für eine Stereoanlage oder Streaminglösung auszugeben.

Die Bedienung über die App funktioniert wirklich sehr angenehm und intuitiv. Ich hatte etwas Angst wie Raumfeld mit mehreren Controllern umgehen wird - also mehrere User am Tablet und auch am Telefon. Ich war sehr positiv überrascht denn es gibt überhaupt keine Problem. Dadurch, dass alles über die Box gehandelt wird und die App nur das User Interface dazu ist, ist es auch egal mit welchem Gerät man gerade verbindet. Man erhält sofort die volle Sammlung und aktuelle Wiedergabe angezeigt. Einziger Unterschied wären die lokalen Quellen am Tablet oder Telefon welche bei mir aber weg fallen. Das ist wirklich schön gelöst.

Die App verbindet sich bisher absolut zuverlässig und schnell. In einigen Reviews liest man gerade hier von Schwächen die ich aber, zumindest bis jetzt, nicht bestätigen kann. Kann natürlich sein, dass die durch meine Anbindung per Netzwerkkabel verschwinden und ich vergebe auch eine statische IP über den Router womit die Anbindung jederzeit sauber funktioniert. Über WLAN, gerade bei schlechter Verbindung, kann ich mir da, zumindest theoretisch, diverse Probleme vorstellen.

Fazit

Dieser erste Test, in zugegeben kleinem Umfang, hat mich bisher völlig überzeugt. Genau so muss Streaming funktionieren! Man kann sicher auch billiger eine Streaminglösung bekommen aber das Raumfeld System funktioniert intuitiv und sowohl Verarbeitung als auch der Klang sind Spitze.

Ich werde die nächsten Tage noch etwas weiter damit herumspielen und Musik genießen aber ich bin jetzt schon sehr sicher, dass ich zeitnahe die Raumfeld One Box für die Küche bestellen werde. Ich kann in der Küche leider, aus Platzgründen, nicht 2 Boxen ordentlich anbringen und so ist diese eine Box eine gute Alternative. Was mir auch sehr gefällt sind die Buttons über die man vordefinierte Quellen direkt aufrufen kann. 


Nachtrag 1:
Ha jetzt sind es doch die Cubes geworden. Der Raumfeld One ist gerade nicht lieferbar und wirklicher Stereo Klang ist ja doch was feines. Irgendwie bekomme ich die Cubes schon im Zimmer montiert :)

Nachtrag 2:
Hier mein Review zu den Raumfeld Cubes

Samstag, 4. Januar 2014

Parrot Zik - Review

Nachdem meine Sennheiser M400 eingegangen sind, brauchte ich neue Kopfhörer. Bisher war immer Sennheiser meine Wahl aber nachdem die M400 schon bei mehreren Leuten mit genau dem gleichen Fehler nach etwa 2 Jahren eingegangen sind, wollte ich nicht wieder Geld für ein Produkt mit befristeter Lebenszeit kaufen.

Entschieden habe ich mich dann für die Parrot Zik (Amazon)


Zugegeben, billig sind sie nicht gerade aber wenn man sie mal am Kopf hatte gibt man sie nicht mehr her!

Der Zik ist ein Bluetooth Kopfhörer aber es gibt auch 3,5 Klinke Kabel um weiter zu hören wenn der Akku leer ist. Dabei ist er aber natürlich nur noch ein passiv Kopfhörer. Wenn er über Bluetooth läuft kommt noch ein sehr guter DSP und active Noise Reduction dazu. 

Die Bedienung ist genial. Man hat keine Knöpfe um lauter oder weiter zu schalten, man wischt einfach über den rechten Hörer. Gestensteuerung im Kopfhörer ... wirklich nett. Nimmt man die Kopfhörer vom Ohr wird die Musik automatisch pausiert und spielt weiter sobald man sie aufsetzt.

Mit einer App kann man den gesamten Kopfhörer fein-tunen. Die App gibt es für Android und iOS. Man bekommt damit den Akkustand, kann den Equilizer im Kopfhörer bedienen, Noice Cancelation abdrehen und den Raumklang anpassen. Man kann über die App und die Bluetooth Verbindung vom Telefon aus sogar ein Firmware Upgrade der Kopfhörer machen. Klingt komisch auf einem Kopfhörer ein Firmware Update zu machen aber der Zik tut eben schon ziemlich einiges über die Software und da macht das absolut Sinn. Bei mir war beim 1. Verbinden gleich die Meldung über das Firmware Update da :)

Das Verbinden geht mit dem Nexus 4 über NFC. Man legt nur das Telefon an den Kopfhörer und schon wird er verbunden. Man kann natürlich auch manuell Verbinden aber wenn NFC geht ist das schon nett.
Hier gibt es ein kleines Mako. Der Zik lässt sich nur mit einem Gerät pairen. Ist für mich völlig unproblematisch aber man sollte es dennoch erwähnen.

Soviel mal zur Technik - mehr technische Details findet ihr auf der Seite von Parrot.

Nun kommen wir zum wichtigen Teil - wie klingt er?
Durch die vielen Optionen kann man den Parrot Zik sehr stark anpassen um den für sich gewünschten Sound zu bekommen. Das ist natürlich gar nicht so einfach denn unterschiedliche Genres benötigen eigentlich unterschiedliche Settings. Worauf ich hinaus will ist, dass der Klang so gut ist, dass man jede kleine Veränderung hört. Ein schlechtes MP3 kann man natürlich auch mit den besten Settings nicht gut machen denn die Kopfhörer decken das sofort auf. Hat man gute Quellen so ist es ein Vergnügen.

Ich muss hier aber auch sagen, dass ein HIFI Kopfhörer für zuhause um den Preis dann trotzdem noch feiner. Für einen kabellosen Kopfhörer sind sie aber, meiner Meinung nach, Spitze oder zumindest sehr sehr weit oben angesiedelt.

Die Zik sind meine ersten eigenen Kopfhörer mit Active Noise Cancellation. Ich habe schon ein paar Mal günstigere Modelle ausprobiert aber die Wirkung war doch recht eingeschränkt. Mit den Zik ist das ein ganz neues Erlebnis. Die Kopfhörer sind ohnehin auch passiv schon gut gedämmt aber sobald man beim Musikhören ANC aktiviert, hört man außer der Musik einfach nichts mehr. Bei Sprechtest mit meiner Freundin bei Zimmerlautstärke war es fast witzig. Man sieht die Lippen bewegen aber hört absolut nichts :D Wenn man Öffis benutzt ist das einfach nur Hammer! Ruhe und Frieden am Morgen.

Die Schallisolation nach außen ist auch gut. Bei normaler Lautstärke hört man nichts nach außen, dreht man lauter so muss man zumindest nahe dran sein um etwas zu hören. Ich habe schon geschlossene Kopfhörer gehört die hier deutlich schlechter abschnitten.

Der Tragekomfort ist trotz der Größe sehr gut. Man spürt schon, dass man sie trägt aber sie schauen schwerer aus als sie wirklich sind. Auf den Ohren drückt nichts und auch wenn man eine Brille hat, werden einem die Bügel nicht in den Kopf gepresst. Für den normalen Gebrauch halten sie auf jeden Fall gut genug am Kopf, vermutlich auch noch beim Laufen.
Der Bügel ist eigentlich recht gut und auch weich gepolstert, dennoch kommt er mir am Kopf etwas hart vor. Das Kann an meiner Kopfform liegen aber das ist mein einziger Kritikpunkt. Das kann man besser machen aber da war dann wohl auch der Design Faktor mit im Spiel.


Für mich sind die Parrot Zik eine neue Liga. Die Sennheiser waren gut, solange sie gingen, aber der Parrot ist doch noch mal um ein gutes Stück besser. Klanglich ist er spitze und was die Bedienung angeht wegweisend. Für mich ist er damit den Preis absolut wert und ich würde ihn wieder kaufen.

Nachtrag nach etwa einem Monat Nutzung

Man glaubt kaum wie schnell man sich an Noise Cancellation gewöhnt. Man geht auf der Straße und nimmt mal kurz die Kopfhörer ab - wow ist die Welt laut :D Man bekommt das gar nicht mehr wirklich mit. Es ist jetzt nicht so, dass man gar nichts mehr hört. Wenn ich an der Bushaltestelle stehe, höre ich schon die Autos aber eben sehr gedämpft und es geht um eine Haupteinfahrsstraße nach Linz. Früher habe ich die Musik lauter gedreht aber das ist mit den Zik nicht mehr nötig.

Ich bin mittlerweile ein paar mal auch länger Strecken mit den Zik unterwegs gewesen (Zug) und man spürt sie eigentlich fast nicht. Das Gewicht fällt recht schnell nicht mehr auf und nachdem die Polster am Ohr wirklich angenehm sind, vergisst man darauf. Die Polsterung am Bügel fällt, wenn man mal die richtige Einstellung gefunden hat, auch nicht mehr negativ auf.

Die Akkulaufzeit ist grundsätzlich für mich ausreichend und ich komme für meinen Weg von und zur Arbeit eine Woche aus, fahre ich zwischendurch aber mal weg, muss ich laden. Also völlig ausreichend aber nicht überragend. Wenn man Noise Cancellation abdreht, würden sie länger halten aber der Klang ist mit doch noch mal besser.

Mein Fazit bleibt aufrecht ... die Dinger sind Hammer!

Montag, 12. August 2013

Review: Samsung NaviBot SR8980

Ich habe mir vor kurzem den Samsung NaviBot SR8980 zugelegt und möchte meine Erfahrungen mit dem Gerät nicht für mich behalten.

Ich habe schon einige Male über einen Staubsaugrobotter nachgedacht aber dann doch immer darauf verzichtet. Sobald einer gut geklungen hat, war er gleich mal in einer Preisdimension die völlig jenseits war. Zugegeben, auch dieser wird mit seinen ~500€ für sehr viele Leute über der Schmerzgrenze liegen aber ich wollte einfach nicht mehr staubsaugen und, noch wichtiger, ich wollte ihn einfach probieren. Ein Arbeitskollege hat sich das selbe Modell zugelegt und hat eigentlich sehr viel Gutes berichtet womit ich zu dem Punkt gekommen bin, dass ich es auch probiere.


Der Bot
Der Navibot SR8980 versucht sich an der Decke zu orientieren und so Bahnen zu planen in denen er den Raum abfährt. Das schafft er auch mit Dachschrägen sehr zuverlässig und ein zufälliges Herumfahren sieht man eigentlich überhaupt nicht.
Mit seinen 8 Zentimetern Höhe ist er doch relativ flach aber nachdem meine Möbel eigentlich alle bis zum Boden reichen oder nur 1-2cm Freiraum lassen ist das bei mir eher unerheblich.
Die Bürsten rechts und links schieben Staub in die Mitte damit er ihn mit der Bürste aufnehmen kann. Speziell in den Ecken ist das natürlich Gold wert.
Die Saugkraft ist natürlich nicht mit einem normalen Staubsauger vergleichbar. Er arbeitet generell mit einer drehenden Bürste und saugt auch etwas aber ein 1kW Motor kann natürlich deutlich mehr als der Kleine.


Sein Arbeitsumfeld
Meine Wohnung ist nicht gerade einfaches Gebiet für den Bot. Es ist recht verwinkelt und ich habe einen Langhaarkater. Stehen tut er bei mir im Schlafzimmer und er muss dann die gesamte Wohnung erwischen wobei der Kater gerne etwas Katzenstreu verteilt und sich Haarbüschel zusammenfinden. Ich würde sagen meine Wohnung ist sicher nicht als besonders leer oder einfaches Umfeld anzusehen.

Pro und Kontra
Ich bin recht happy mit dem Bot auch wenn es natürlich ein paar Kleinigkeiten gibt bei denen ich nicht 100% zufrieden bin.  Ich denke in einer Punkteliste geht das am besten.

Pro

  •  Er arbeitet recht flott - für meine 70m² braucht er etwa eine halbe Stunde und ist dabei auch durchaus gründlich. 
  • Die Absaugstation leistet gute Arbeit und die Reinigung des Bots funktioniert sehr gut. 
  • Der Akku würde meine Wohnung wohl 2* aushalten und auch der Staubbehälter ist groß genug damit er nicht zwischendurch eine Pause machen müsste.
  • Er bleibt, ein wenig Vorarbeit vorausgesetzt, nirgends hängen oder ruft um Hilfe.
Kontra
  • Im Vorderrad drehen sich immer wieder Katzenhaare ein die man manuell entfernen muss.
  • Manchmal bleiben Wollmäuse liegen was aber auch in der Beschreibung steht. 
  • Gelegentlich bleibt ein Bereich übrig der nicht abgefahren wurde.

Die Kontra-punkte möchte ich etwas genauer ansprechen denn das sind wohl die interessantesten.
Das Thema mit dem Vorderrad und den Katzenhaaren ist etwas lästig aber kein Beinbruch. Gerade die langen Haare sind eben ein Problem und ein drehendes Teil an einer dünnen Achse ist genau darauf anfällig. Ich reinige das üblicherweise mit einer spitzen Schere was relativ einfach funktioniert. Vermutlich bekommt man das Rad auch aus der Halterung aber mit zu viel Gewalt wollte ich nicht an die Sache gehen.

Die Wollmäuse bzw. Haarbüschel scheinen sich an den Rädern zu sammeln und wenn dann genug zusammen kommt oder eine Richtungswechsel ansteht, verliert er das. Ist für mich kein Drama da das nicht oft passiert sondern in einem gesamten Wohnungsdurchlauf 1-2 mal. Das hebt man dann einfach auf und gut ist.

Das mit den Bahnen die er nicht ganz abfährt ist schon etwas unangenehmer und klar auf die Software zurück zu führen. Das tritt dann auf wenn in der Bahn ein Gegenstand genau parallel zur geplanten Bahn steht und nicht gerade dick ist. In meinem Fall ist es mein Couchtisch der rechts und links im Endeffekt eine Platte mit etwa 5 cm Dicke darstellt. Je nachdem wie er den erwischt bleibt auf einer der beiden Seiten ein Bereich über den er nicht noch einmal abfährt. Eine Seite ist dabei kein Problem weil er sich in eine Seite um das Hindernis herum tastet aber dann seine Bahn hält wenn er auf der anderen Seite vorbei fährt. Ist nicht sehr tragisch weil er eh nicht wirklich 2 mal in exakt dem selben Winkel kommt aber es fällt einfach als Schwachpunkt auf.

Vorarbeiten

Ich musste in der Wohnung ein paar Kleinigkeiten anpassen damit er seinen Dienst ordentlich verrichten kann. Ich sehe das allerdings nicht als negativ an weil er eben kein Mensch, sondern ein relativ dummes Ding ist das sich anhand von ein paar Sensoren orientiert und dabei auch noch sauber machen muss.
Ich hatte zuvor meine Topfpalmen einfach am Boden stehen, nun stehen sie auf einem selber gebauten 10 cm hohen Regal. Es war vorher kein Problem aber damit kommt er eben auch zwischen oder besser gesagt unter die Blumentöpfe. Ich musste auch bei ein paar Heizkörpern etwas in die Trickkiste greifen da die ziemlich genau so hoch sind wie der Bot. Er passt gerade mal so darunter und zerkratzt sich dabei - theoretisch könnte man es lassen aber etwas Karton unten dran und das Thema ist gelöst.
Gerade Kabel sind sehr problematisch aber das war nur unterm Schreibtisch ein Problem - alle anderen Kabel sind bei mir sauber hinter den Sesselleisten verlegt.
Zwischen meiner Küche und meinem Vorzimmer gibt es einen Höhenunterschied von etwa 2.5cm und das schaffte er so nicht. Lösung war eine kleine Rampe die ich aus Hartschaumplatten zusammen gebastelt habe und die diese Steigung auf etwa 20cm Länge verteilt - das genügt.

Mein Durchlauf
Ich lasse ihn aktuell nicht automatisch fahren während ich nicht zuhause bin sondern mache ihm Platz. Hintergrund ist hauptsächlich das Katzenspielzeug und die Wasser-/Futterschüsseln. Wenn er an die Wasserschüsseln stößt hätte das Potential um ihn wirklich nass zu machen und das bekommt ihm sicher nicht gut. Außerdem würden einige Bereiche nicht ordentlich erreicht weil der Spieltunnel den Weg blockiert oder sonst irgendwas in der Art.
Bevor ich den Lauf starte räume ich also zuerst etwas zusammen und stelle auch noch die Sessel in der Küche auf den Tisch. Die Sessel müssten nicht unbedingt sein aber es macht dem Bot die Arbeit leichter und für mich ist es nur minimaler Aufwand. Ab dann lege ich die Füße hoch und lasse ihn arbeiten :)

Fazit
Perfekt ist er nicht aber er kann einem viel Arbeit abnehmen.

Wer sich einfach nur das Ding kaufen will und dann denkt das wars und ab sofort ist alles perfekt sauber, der muss wohl noch auf wirkliche Androiden warten die dann den Staubsauger für einen bedienen. Aufgrund der Bauart und den Vorgaben der Technik kann er nun mal nicht alles - z.B. saugen wie der übliche Staubsauger. Der Akku wäre dabei wohl in wenigen Minuten leer und dann hat man erst recht nichts gewonnen.

Ich kann den Bot ohne Gewissenbisse jedem empfehlen der bereit ist auch etwas dafür zu tun, dass er funktioniert. Klar man muss seine Kabel verstauen usw. aber dafür reduziert sich das Staubsaugen auf .... hmmm seit ich ihn habe noch nie aber ich schätze alle 1-2 Monate wird wohl trotzdem nötig sein. Das ist es mir auf jeden Fall Wert denn mit dem Kater müsste ich sonst alle 2 Tage Staubsaugen um es so sauber zu haben. Die Technik ist meiner Meinung nach definitiv an dem Punkt wo man sie getrost einsetzen kann.


Donnerstag, 7. Februar 2013

Nexus 4 Review

Es gibt ja bereits eine Menge von Reviews zum Nexus 4 und ich möchte auch hier technisch nicht viel dazu sagen. Die Fakten kann man an genügend Orten checken und es gibt ja auch schon eine Reihe an Reviews auf die ich hier kurz verzeigern möchte:
http://www.google.com/nexus/4/
http://techcrunch.com/2012/11/02/nexus-4-review-not-exactly-perfect-but-close-enough-for-me/
http://www.theverge.com/2012/11/2/3589280/google-nexus-4-review

Auch nachdem damit technisch gesehen mal alles geklärt ist möchte ich meine persönlichen Eindrücke schildern und auch meine Anpassungen. Ich habe ja bereits vorher auf meinem Nexus S Cyanogen verwendet und war daher Android 4.2.1 bereits gewohnt. Ich hatte eigentlich schon von Anfang an den Plan auch am Nexus 4 den CM10.1 zu installieren einfach weil mir einige Funktionen ans Herz gewachsen sind und immer wieder neu für Root sorgen wenn ein Update kommt? Kann ohne gehen aber das potential besteht...

Ok mein Nexus ist am Montag gekommen und es hat so ungefähr 5 Stunden gedauert bis ich CM installiert habe. Der größte Teil dieser Zeit kam daher, dass ich in der Arbeit war.
Stock Android ist mittlerweile ja wirklich super aber es gibt da einige Dinge wo man einfach denkt "das gibts doch nicht". Bei mir waren es Kleinigkeiten die mir aber sofort aufgefallen sind:

  • Das Quickmenu ist doch lächerlich in der Stock Variante
  • Das Menü der letzten Anwendungen (lange am Home Button) hat keinen "close all" Button
  • kein Popup für SMS
Ich gebe es zu - das sind Kleinigkeiten aber eben Funktionen die ich andauernd verwende. Darüber hinaus hat man in CM natürlich noch jede Menge zusätzliche Optionen zum Anpassen von so ziemlich allem was einem nur einfällt. 

Das rooten und flashen geht mit einem Nexus natürlich wunderbar einfach. Rüber zu XDA eine Anleitung holen, Schritt für Schritt durchmachen, CM flashen und fertig ist die ganze Sache.

An diesem Punkt angekommen kommt dann schnell mal das Gefühl "ok neues Telefon aber eigentlich ist es nur schneller und größer" :D Nun ja das ist eben so wenn man auf das gewohnte Custom ROM wechselt und es ging mir ja um schneller und das größere Display ist auch fein.

Wenn ich gerade beim Thema schneller bin muss ich sagen der Sprung ist gewaltig! Das Nexus S war damals super aber es ist heute eben auch schon durchaus ein älteres Modell und eben nicht mehr up to date. Speziell bei aufwändigen Apps wie Ingress ist die Auswirkung enorm aber man merkt es auch bei allen anderen Aktionen - es ist einfach so ziemlich alles instant was mit Android 4.2.1 am Nexus S einfach nicht mehr der Fall war.

Die Wertigkeit und Verarbeitung des Nexus 4 ist tadellos und ich habe keinen Grund mich zu beklagen. Ich hatte ehrlich Angst wegen dem Glas aber mittlerweile habe ich es auch schon mal runter geworfen (nicht zu hoch) und das hat es ausgehalten. Ich hoffe das bleibt so - ich gehe zwar eh sorgsam damit um aber sowas passiert nun mal.

Wer darüber nachdenkt sich eines zu holen dem kann ich nur sagen man bekommt sehr viel Telefon für verdammt schmales Geld! Die Hardware für den Preis ist mehr als in Ordnung und wem Stock Android nicht alles bietet was man will der wird sicher bei den Custom ROMs fündig.

me happy

Sonntag, 6. Januar 2013

Mein Nexus 10 Review

Ende letzter Woche ist mein Nexus 10 angekommen und ich hatte einige Tage mich damit zu beschäftigen - jetzt ist es mal an der Zeit ein kleines Review zu schreiben.

Zuerst mal einige Fakten dazu:

  • hergestellt von Samsung
  • vertrieben von Google
  • Specs im Detail
  • Die Produktseite
  • verkauft über den Play Store oder auch im Einzelhandel zu bekommen - siehe geizhals.at
  • Android 4.1.2
  • Preis ~400€ (play store) für das 16GB Modell


Ich habe das Tablet gemeinsam mit dem Nexus 4 bei fonmarkt.at nur minimal teurer als im play store bestellt - aktuell liegt der Preis dort wieder etwas höher. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten habe ich bisher aber nur das Tablet bekommen. Besser als gar nichts ist das auf jeden Fall mal.

Ich hatte zuvor schon länger vor mir ein Tablet zu besorgen aber die 10" waren mir zu teuer, das iPad nie eine Option und das Nexus 7 doch irgendwie zu klein. Ok ich gebe es zu - beim Nexus 7 habe ich schon sehr überlegt  denn ein Nexus Tablet war immer die Idealvorstellung. Schlussendlich waren mir die 7" dann doch etwas zu klein weil ich es eben nicht dauernd mit mir herum schleppe.

Meine Anwendung war eigentlich klar und folgende Punkte waren mir wichtig:
  • Android - ich sehe keine andere Option
  • 10" weil es eben nicht extrem mobil sein muss und ich auf der Couch mehr tun will als mit dem Telefon
  • Genug Power damit einem das Gesicht nicht einschläft
  • Gesicherte Updates
Alle diese Dinge werden vom Nexus 10 ideal abgedeckt und dabei handelt es sich nur um das was ich mir gedacht habe bevor ich wirklich ein Tablet hatte. Ok in der Arbeit liegt ein iPad 2 neben mir (für diverse Usertests) aber damit bin ich nie warm geworden und ich dachte ich werde das Tablet nicht für sehr viel verwenden aber trotzdem haben will ;)

Die Realität nach den ersten paar Tagen mit dem Nexus 10 sieht eigentlich deutlich anders und besser aus. Das Surfen damit ist wirklich angenehm - kein zum Schreibtisch gehen oder mit dem alten Laptop herum hantieren mehr sondern einfach hin greifen, Chrome starten und schon ist man wieder fertig. Die Performance und Einfachheit verleitet direkt dazu alles sofort zu machen was einem gerade in den Sinn kommt (und irgendwas mit online zu tun hat :D)

Neben dem normalen Browsing usecase ist für mich G+ und Mails natürlich ein Thema und auch hier muss ich sagen super. Die G+ App ist ja am Telefon schon sehr angenehm, am Tablet ist sie ausgezeichnet. Auch die Mail Apps (Gmail und auch die normale E-Mail App) sind für Tablets optimiert und sind super zu verwenden. Auch der Kalender ist am Tablet dem Browser Kalender näher als dem kleinen am Telefon. Einzig beim Kalender vermisse ich die Möglichkeit für farbliche Kodierungen die man im Browser hat.

Ein Usecase mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe ist die Steuerung von YouTube auf dem WDTV Live über die Remote YouTube App. Man linkt dabei die YouTube App am WDTV mit der Anwendung und schon hat man seine Playlisten usw am Tablet zur Hand und kann als Ausgabescreen den Fernseher mit verbundenem Soundsystem wählen. Das ist mal richtig fein! Am iPad gibt es Air Play aber hier steuere ich einen unabhängigen Player und verbrauche dabei nur minimalen Akku am Tablet. Ich gebe aber durchaus zu, dass Airplay wirklich gut gelungen ist - auch wenn es für Android mittlerweile ähnliche Lösungen gibt.
Es gibt auch noch eine Fernbedienung für die WDTV Live aber die fühlt sich hochskaliert vom Telefondisplay auf 10 Zoll doch etwas seltsam an. 

Was ich noch nicht erwähnt habe ist die Qualität des Displays. Laut Specs ist es das aktuell hochauflösendste am Markt - inwieweit man das noch sieht wage ich mal zu bezweifeln - dennoch ist es beeindruckend. Videos damit anzusehen ist richtig fein und auch Fotos von der DSLR schauen einfach super aus.

Wenn ich gerade bei der DSLR bin ... das DSLR Dashboard erlaubt die Steuerung von Nikon DSLRs über das Tablet. Man benötigt nur ein OTG Kabel welches schon sehr billig zu haben ist. Damit bekommt man dann über die USB Verbindung das Live View Bild aufs Tablet, kann Bilder kopieren und so weiter und so fort. Funktioniert mit der D7000 ohne irgendwelche Probleme oder aufwändige Konfiguration.

Noch kurz ein Wort zum Gaming. Die Performance ist super und man kann definitiv damit Spielen. Ich bin jetzt nicht der große Tabletgamer aber versucht habe ich es natürlich auch und bisher konnte ich auch bei aufwändigeren Spielen keine Ruckler feststellen.

Die Rückseite besteht, anders als beim iPad, aus Plastik. Wenn man die beiden gleichzeitig in die Hand nimmt erscheint das iPad in der Tat wertiger verarbeitet zu sein. In der Anwendung ist die Plastikrückseite des Nexus dennoch mein klarer Favorit gegenüber der Aluminiumrückseite. Der Grund dafür ist einfach - man kann das Nexus 10 beinahe senkrecht in einer Hand halten ohne, dass es einem aus der Hand rutscht - das iPad muss man wirklich festhalten.

Eine sehr angenehme Neuerung in Android 4.1.2 ist die Option mehrere Nutzerkonten einzurichten. In den Optionen fügt man einfach einen Nutzer hinzu und schon kann dieser seine eigenen Apps nutzen und auch eigene Kontoeinstellungen verwenden. Damit können mehrere User Ihre Mails checken, Social Media betreiben oder was auch immer machen ohne gleich jede Privatsphäre aufzugeben! Für mich eine der wichtigsten Neuerungen in 4.2.1 und aktuell ein wirklicher Vorteil gegenüber der Konkurrenz.



Mein Fazit bisher:
Wer bisher überlegt hat ob ein Tablet Sinn macht und wenn ja dann welches dem kann ich das Nexus 10 uneingeschränkt empfehlen. Um den Preis gibt es aktuell nichts besseres! Es macht fun und wozu man es verwenden kann fällt einem sowieso erst auf wenn man es hat ;)

Wenn mir noch etwas einfällt oder sich Kritikpunkte ergeben werde ich hier natürlich ein Update schreiben.