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Freitag, 8. Juni 2012

Neuer Rechner ist fertig!

Wie hier schon angekündigt habe ich mir einen neuen Rechner bestellt und der ist mittlerweile fertig zusammengebaut und installiert. Die Hardwareliste habe ich in diesem Post schon geschrieben und werde sie nicht wiederholen.

Es ist schon eine Weile her seit ich zuletzt einen Rechner zusammen gebaut habe aber wenn man genau im Kopf hat was mann will führt daran kein Weg vorbei. Hat auch richtig Spaß gemacht und ich habe mir nicht mal weh getan - das Gehäuse bietet aber auch keine Chancen um sich zu verletzen.

Also erst mal alles auspacken und zurecht legen:



  
Die Gehäuselüfter und auch die original Lüfter des H100 habe ich vollständig gegen die dem jeweiligen Zweck angemessenen Noctua ausgetauscht. Nach dem Einbau sieht das dann so aus:





Und vollständig fertig aufgebaut sind wir dann hier:



Die Noctua Lüfter machen einen super Job, sind recht leise und das Lüftergeräusch ist generell nicht unangenehm. Nachdem ich im Kopf den Radiator des H100 verbaut habe ist das Gehäuse recht offen wodurch es nicht vollständig unhörbar ist aber dennoch, der gesamte Rechner ist für mein Empfinden leise genug!

Der H100 mit den beiden Noctua (NF-F12) läuft auf niedrigster Stufe und hält damit die CPU im Normalbetrieb um die 35 °C, unter Vollast wird es schon mehr nur habe ich das bisher noch nie für einen längeren Zeitraum geschafft ohne einen Benchmark zu bemühen.

Der Prozessor ist absolut ein Performance Monster und das Ding auszulasten eine Herausforderung. Einer meiner Problem-Usecases am alten Rechner war das RAW Konvertieren meiner Fotos was schon ziemlich lange gedauert hat. Ich habe leider keine exakten Werte mehr aber einige Sekunden pro Stück waren es schon. Mit diesem Rechner 0,27 Sekunden :D das macht Freude!

Man könnte sicher noch einiges mit Übertakten heraus holen aber wozu? Ich habe aktuell keinen Usecase der das Ding vollständig auslastet. Auch wenn ich mehrere VMs starte arbeitet er zwar unter Last aber die 100% habe ich noch nicht gesehen...

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings - 2 meiner Speichermodule wurden nicht erkannt. Das UEFI BIOS meldet für die beiden einen Fehler in jeder Bank. Naja was solls, geht zurück an Amazon und die neuen Riegel werden eben nächste Woche eingebaut. 16GB sind ja zumindest mal ein guter Einstieg ;)


Verdammtes UEFI
Ich kann gar nicht sagen was mich das Ding Nerven gekostet hat! Ubuntu aufsetzen überhaupt kein Problem. Einfach mit der alternativen Installer CD und schon wird grub-uefi verwendet. Man muss natürlich eine UEFI Partition anlegen aber das ist ja bekannt wenn man sich vorher informiert wie man das Setup macht.

Was mich Nerven ohne Ende gekostet hat war das Setup von Windows7! UEFI verwendet GPT und keine MBR Platten mehr nur kann das Win7 Setup erst auf GPT schreiben wenn das Setup im UEFI Modus gestartet wurde (und es muss Win7 x64 sein).

Sollte ja kein großes Thema sein ... jaja hab ich gedacht! Die Firmware des ASUS Sabertooth X79 bietet solange keine Möglichkeit die DVD im UEFI Modus zu starten bis man sich sein eigenes Setup Image gebaut hat das der erwarteten Struktur entspricht. Kann sein, dass meine Images einfach nicht auf UEFI ausgelegt sind aber das hat mich viel Zeit gekostet. Geholfen hat mir dann letztendlich  dieser Link wo das Vorgehen beschrieben ist.

Sobald das Image so vorbereitet und im UEFI Modus gebootet wurde läuft das Setup wie gewohnt und alles ist shiny! Tja nachdem man die Lösung hat ist es immer ganz einfach und eh klar. Egal habe ich zumindest auch gleich einiges über UEFI gelernt bis ich das gefunden habe.

Mein Dual Boot funktionier nun so, dass ich beim Booten das Boot Menü aufrufe (F8 wie zu BIOS Zeiten) und den entsprechenden UEFI Boot Eintrag für mein gewünschtes OS auswähle. Ich muss sagen das ist eine sehr schöne Lösung und mindestens so angenehm wie die Auswahl aus Grub.


Desktops



Und auch noch paar Benchmark Werte von Cinebench:



Entropia Universe habe ich auch mal schnell angeworfen (Cry2 Engine) und jup höchste Auflösung geht ohne mit der Wimper zu zucken :) So soll das sein!


tl;tr
Neuer Rechner - geil!

Update:

Gestern ist der RAM Austausch von Amazon gekommen und nun ist der Rechner wirklich fertig - mit 32GB RAM. Wenn ich nicht gerade VMs anwerfe schaut die Speicherbelegung recht lustig aus :D

Montag, 30. April 2012

Ubuntu 12.04 LTS

Vor kurzem habe ich mein primäres OS wieder auf Linux umgestellt auch wenn ich um Windows nicht umhin komme aber wozu gibts VMs. Die Wahl der Distribution ist auf Ubuntu gefallen da ich das schon während meiner Studienzeit verwendet habe und ich mich damit einfach auskenne. Gestartet bin ich mit der 12.04 Beta aber mittlerweile ist diese Version ja auch schon aus dem Beta heraus gewachsen.

Warum Linux als Haupt-OS?

  • es ist schnell
  • es ist stabil
  • es ist frei
Noch viel wichtiger als diese Punkte ist, dass meine normalen Bedürfnisse unter Linux fast besser abgedeckt sind als unter Windows. Amarok ist und war immer mein Lieblingsplayer, Chrome/Chromium gibt es auch unter Linux, SSH ist einfach vorhanden, Twitter und Google Talk direkt im System integriert und es schaut optisch super aus!

Für SocialMedia fehlt mir noch die Google Plus Integration in Gwibber aber da gibt es auch schon Projekte im Launchpad. Mal schauen ob ich warte oder mich direkt daran beteilige.
Genauso fehlt mir für Unity noch ein Scope für die Music Lens die Amarok ausliest aber die werde ich mir wohl selber zusammenbauen.

Unity
Jetzt habe ich schon Unity angesprochen ... in der letzten Ubuntu Version hat mich Unity so sehr genervt, dass ich auf Linux Mint umgestiegen bin (sowohl in der VM als auch Laptop). Linux Mint ist ganz ok aber in 12.04 ist Unity endlich so wie es sein soll. Es gibt sicher noch ein paar kleine Macken aber die Kinderkrankheiten sind weg. 

Ich finde die Idee als Distribution einen eigenen UI Layer über die vorhanden Projekte zu legen ehrlich gesagt nicht schlecht. Gnome ist gut aber da es eben ein freies Projekt ist kann es sich in zig Richtungen verändern was es auch tut. Das ist gut so aber als Distributor der in Konkurrenz zu Apple und Microsoft steht und da auf Augenhöhe mitspielen will muss man eine gewisse Kontinuität garantieren können. Das geht nur wenn man selber die Hand drauf hat! Ich verstehe schon, dass das einigen in der Community nicht passt aber was wollt Ihr? Soll Linux irgendwann mal mehr werden als ein Freak OS oder versucht man mal wirklich etwas abzuliefern das auch bei den normalen Anwendern Zuspruch findet? Ich finde Ubuntu ist da auf einem guten Weg!

Was ich noch empfehlen möchte wenn man Unity verwendet ist Gnome-Do das ich im Starter auf Position 1 liegen habe und damit per Super+1 direkt anwählen kann. Unity lässt einen zwar einfach nach Anwendungen suchen aber Gnome-Do ist einfach schneller zu bedienen und erweiterbar auf Alles +1 ;)

Lenses
Das Unity Lens Konzept ist eine feine Sache. Ich habe aktuell zu den Standard Lenses noch askubuntu, shotwell, gwibber und youtube eingebunden. Direkt aus dem Starter suchen ist einfach etwas Feines und durch die Erweiterbarkeit um Lenses und Scopes kann man so ziemlich alles machen. Was einem fehlt kann ma recht einfach selber nachbauen. Dazu möchte ich nur kurz darauf verweisen.

AskUbuntu
Das ist so ziemlich das beste was ich bisher im Bereich Support gesehen habe. Natürlich hat man unter Linux Unmengen an Information in Wikis (das Ubuntu Wiki ist sehr gut) aber hier werden auch sehr spezielle Fragen in kürzester Zeit beantwortet. Wer es nicht kennt sollte auf jeden Fall mal einen Blick rein werfen, wer das know how hat soll mitmachen!

Wie schon angesprochen ist Amarok für mich der ultimative Player. Der Spruch "rediscover your music" ist da wirklich ernst gemeint und wird durch die dynamischen Playlisten oder Playlist Generatoren Realität. Es gibt natürlich zig Player die einen dynamische Playlisten generieren lassen aber so gut umgesetzt wie in Amarok habe ich das noch nie gesehen. 
In Kombination mit Replaygain und Moodbar ist nicht nur eine konstante Lautstärke garantiert sondern man sieht auch gleich wie der Track klingt.

Wozu noch Windows?
Ich komme leider um Windows nicht umhin. Zum einen ist da das Development für Windows das bei mir ein wichtiger Punkt ist, zum anderen das Bearbeiten meiner RAW Photos. Es gibt zwar auch unter Linux RAW Converter aber, so ehrlich muss man sein, nichts was an den Adobe Lightroom heran reicht. Am liebsten wäre mir natürlich wenn Adobe das auch für Linux zur Verfügung stellen würde aber aktuell ist es nicht so und deshalb betreibe ich dafür eine WinVM.
Ich verwende VMWare da ich das einfach gewöhnt bin und es meiner Meinung nach einfach besser ist als VirtualBox. VirtualBox ist super aber VMWare ist eben doch professioneller.

Office ist für mich kein Thema - Libre Office kann da ganz gut mithalten und für meinen Bedarf ist meist ein TXT ausreichend. Wenn ich Formatierungen brauche nehme ich Latex und das ist dann MS Office sowieso überlegen.

Offene Troubles
Das einzige was mich aktuell nervt ist, dass ich vom Server (SAMBA) über CIFS nicht die Performance erreiche wie unter Windows. Ich komme um SAMBA am Server nicht umhin und es wundert mich einfach warum das über CIFS gut 50% langsamer läuft als unter Windows. Die Hardware ist ja identisch.
Egal ich hatte noch nicht die Zeit und die Nerven mich damit zu beschäftigen. Aktuell verbinde ich mich per FTP zum Server was ja auch 1:1 genauso in Nautilus integriert ist und habe die volle Performance der Gigabit Leitung. Bei Gelegenheit muss ich mir das trotzdem mal ansehen...

Screenshot von genau jetzt :)
Fazit
Bin happy mit meinem neuen Haupt-OS! 

tltr:
I love my Ubuntu 12.04!